„Tausend Gründe, Nein zu sagen zu jeder Form der Diskriminierung von Frauen“
Anlässlich des Internationalen Frauentags sagt Karola Stange, Gleichstellungspolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Wir wollen mit unserer Veranstaltung im Erfurter Rathaus heute erneut daran erinnern, dass Frauen offenkundig nur das bekommen, was sie auch erstreiten und verteidigen.“ Dies gelte insbesondere für existierende Strukturen, wie Frauenhäuser und Frauenzentren, die ein weiteres Mal durch die Finanzpläne der Landesregierung bedroht seien. Auch auf dem Arbeitsmarkt fänden Frauen weit schlechtere Bedingungen vor als Männer.
„Aufstehen, einmischen, verändern“, unter diesem Motto hatten sich heute auf Einladung der Linkspartei Thüringen und ihrer Landtagsfraktion anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentages zahlreiche Gäste im Festsaal des Erfurter Rathauses versammelt.
Bodo Ramelow, LINKE-Fraktionsvorsitzender, hob die Bedeutung des Internationalen Frauentages als Kampftag für die Gleichberechtigung der Frauen hervor. Wie notwendig dies nach wie vor sei, zeige die prekäre Beschäftigungssituation, in der sich in Thüringen jede zweite Frau befinde. „Es gibt keinen Grund, still zu sein, aber tausend Gründe, die realen Verhältnisse zu kritisieren und Nein zu sagen zu jeder Form der Diskriminierung von Frauen“, unterstrich der Abgeordnete.
Karola Stange forderte mehr Vollzeitstellen für Frauen und vor allem Existenz sichernde Tariflöhne. Sie kritisierte erneut die Haushaltssperre der Landesregierung, die vor allem auch Frauenzentren, -projekte und -initiativen in ihrer Existenz bedroht.
Zum zweiten Mal wurde der LINKE-Frauenpreis vergeben. Er ging in diesem Jahr an das Internationale Frauennetzwerk aus dem Ilmkreis, an den Verein von in der DDR geschiedenen Frauen (GESCHIES) in Weimar und an das Haus „Lebensbrücke“ Erfurt. Ehrenpreise wurden verliehen an den Suhler Frauenbeirat und an Hannelore Gleichmann von der Beratungsstelle SILKA in Schleiz.
„DIE LINKE steht an der Seite all dieser Frauen, die für den Erhalt der Strukturen kämpfen und mehr Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern einfordern“, erklärt Karola Stange. „In diesem Sinne werden wir uns auch morgen von 11 bis 13 Uhr an der Mahnwache gegen die sogenannte Bewirtschaftungsreserve vor der Staatskanzlei in Erfurt beteiligen.“ Mehrere Abgeordnete der Linksfraktion werden die Veranstaltung unterstützen.
