Keine Pflicht zum Rezept für "Pille danach"!

PresseKarola StangeGleichstellung

Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellungspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, kritisiert, dass sich Bundesgesundheitsminister Gröhe (CDU) gegen eine Freigabe der "Pille danach" sperrt. "Die Hemmnisse beim Erwerb dieses Notfallpräparats sollten endlich abgebaut und die Rezeptpflicht abgeschafft werden", sagte Frau Stange.

Die Linksfraktionärin weist darauf hin, dass Gröhe damit die Empfehlungen des zuständigen Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ignoriert. "Frauenverbände und -initiativen fordern seit Jahren Verbesserungen und einen zügigen und unkomplizierten Zugang zu diesem Präparat für Frauen in Notsituationen", sagt Frau Stange und verweist auf eine jüngst stattgefundene Konferenz der LINKEN zur Frauengesundheit, bei der sich erneut für Lockerungen bei der Freigabe ausgesprochen wurde. Die Erfahrungen anderer EU-Länder zeigten, dass durch eine Freigabe der "Pille danach" nicht der Gebrauch regelmäßiger Verhütungsmittel sank, aber die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche. Die Bundesrepublik sei neben Italien und Polen eines der drei verbliebenen Länder, die das Präparat nicht rezeptfrei abgibt.