Karola Stange warnt vor Zerstörung des sozialen Beratungsnetzes in Thüringen
Angesichts der Existenzkrise, in die soziale Beratungsstellen in Thüringen wegen der Haushaltssperre des Finanzministers geraten sind, fordert die LINKE Landtagsabgeordnete Karola Stange eine sofortige Rücknahme des Erlasses.
Auf Antrag der Linksfraktion wird sich der Gleichstellungsausschuss des Landtages am Mittwoch erneut mit der Situation befassen. Die Gleichstellungspolitikerin der LINKEN erwartet von der Sozialministerin klare Aussagen zur Sicherung der Zukunft der Träger im Sozialbereich und zur Fortführung der wichtigen sogenannten freiwilligen, aber auch gesetzlichen Aufgaben, wie sie durch die Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen geleistet werden.
Hier finde eine hochqualifizierte Beratungs- und Betreuungsarbeit statt, werden soziale Aufgaben im Interesse des Landes und der Kommunen erledigt. Dabei seien die Vereine und Verbände „oft die letzten Ansprechpartner für in Not geratene Menschen und Reparaturbrigaden, die die sozialen Probleme und Unzulänglichkeiten ausbügeln müssen“, betont Frau Stange und warnt eindringlich vor der Zerstörung des sozialen Beratungsnetzes in Thüringen. Die zwanzigprozentige Mittelkürzung bedeute für kleine Einrichtungen das sofortige Aus und für die größeren ein Sterben auf Raten.
