Immer mehr ältere Menschen geraten in die Armutsfalle
Bezogen auf die alarmierenden Ergebnisse des jetzt vorgelegten Armutsberichts des Paritätischen Gesamtverbandes, wonach die Armut in Deutschland noch nie so groß war und in Thüringen 400.000 Menschen betroffen sind, spricht die Abgeordnete Karola Stange von einem dramatischem Versagen verantwortlicher Bundes- und Landespolitik in den vergangenen Jahren. Die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion warnt: „Die Armutsentwicklung wird sich in den kommenden Jahren besonders auch in den Thüringen zuspitzen, wenn nicht entschieden gegengesteuert wird.“
Dies sei vor allem auf die Langzeitwirkungen der verheerenden Niedriglohnstrategie der letzten beiden Jahrzehnte zurückzuführen. „Es geraten immer mehr ältere Menschen in die Armutsfalle“, sagt die Abgeordnete und verweist auf Angaben des Paritätischen in Thüringen, wonach die Altersarmut im Land seit dem Jahr 2006 um fast die Hälfte angestiegen sei und in den nächsten Jahren erdrutschartig zunehmen werde.
Nach 25 Jahren müssten die Ungerechtigkeiten in der Rentenpolitik endlich beseitigt werden, sei die Ost-West-Angleichung überfällig, betont Frau Stange. So sei in diesem Zusammenhang auch die immer noch nicht geklärte rentenrechtliche Situation der in der DDR geschiedenen Frauen „einfach nur skandalös“. Die LINKE Politikerin wendet sich an alle, die sich „oft aus falscher Scham nicht zu den Ämtern gehen“. Sie sollten ihr gutes Recht wahrnehmen und Anträge auf Grundsicherung im Alter stellen, „damit sie nicht länger in versteckter Armut leben müssen“.
Abschließend unterstreicht Stange: „Die rot-rot-grüne Thüringer Landesregierung wird alles in ihrer Macht stehende tun, um dieser verheerenden Entwicklung Einhalt zu gebieten. So wird sie entsprechend dem Koalitionsvertrag auf Bundesebene jede Initiative unterstützen bzw. eigene Initiativen starten für die notwendigen Verbesserungen in der Rentenpolitik.“
