Gut geknüpftes Thüringer Frauennetzwerk darf nicht reißen
Vor dem Hintergrund der Proteste des Landesfrauenrates Thüringen zur vom Finanzminister angedrohten Haushaltssperre, erneuert die Gleichstellungspolitikerin der Linksfraktion, Karola Stange, ihre Warnung vor gravierenden Problemen im Bereich der 31 Frauenzentren und 16 Frauenhäuser in Thüringen. Die Abgeordnete verweist darauf, dass sich morgen der Gleichstellungsausschuss des Landtags auf Antrag der LINKEN mit der Problematik befassen wird.
Die LINKE teilt die Sorgen des Landesfrauenrates und der Träger der Frauenhäuser und Familienzentren, dass „das gemeinsam geknüpfte und gut funktionierende Frauennetzwerk in Thüringen reißen könnte, sollte sich Minister Voß mit seinem Vorhaben einer zwanzigprozentigen Haushaltsbewirtschaftungssperre durchsetzen“.
Frau Stange erwartet, dass die Landesregierung in der morgigen Ausschusssitzung Stellung nimmt, schließlich habe Ministerin Taubert erst kürzlich in Beantwortung von parlamentarischen Anfragen der Abgeordneten erklärt, dass die Finanzierung der Thüringer Frauenzentren und Frauenhäuser für das Jahr 2012 stehe und keine Kürzungen zu erwarten seien. „Dies ist umso wichtiger, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sozial verantwortungsvolle Arbeit leisten, seit Jahren aber keine Lohnerhöhungen erhalten haben, oft nur in Teilzeit tätig sein können und jedes Jahr neu auf die Bewilligungen warten müssen“, betont die Abgeordnete und fordert eine verlässliche Finanzierung.
