Girls'Day bei der Linksfraktion
Anlässlich des Girls'Day am morgigen 25. April hat die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Mädchen aus Thüringen eingeladen, damit sie sich ein Bild von der Arbeit im Landtag machen können. "Immer noch sind es die Berufe Kauffrau, Verkäuferin und Frisörin unter den zehn Ausbildungsberufen, für die sich Mädchen am häufigsten entscheiden", sagt Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion.
Dabei müssten sich Frauen gerade in diesen Branchen oft mit Löhnen zufrieden geben, die deutlich unter dem Existenzminimum liegen. So habe sich die Gewerkschaft Verdi gerade erst mit der Tarifgemeinschaft des Zentralverbandes des deutschen Friseurhandwerks und den Landesinnungsverbänden auf einen branchenweiten Mindestlohn geeinigt. "Das hört sich besser an, als es ist", so Karola Stange. Frisörinnen in Thüringen bekämen ab dem 1. August grade mal 6,50 Euro Mindestlohn. Bis sie 8,50 Euro erreichen, müssten sie noch zwei Jahre warten. "Wirklich auskömmlich ist ein solcher Lohn dann immer noch nicht."
Daher sollten sich Jugendliche beizeiten umsehen, welche anderen spannenden Berufe es noch gäbe. Am Girls'Day werde gerne über naturwissenschaftliche und technische Berufe informiert. Aber auch Politik und Verwaltung böten interessante und vor allem bessere Verdienstmöglichkeiten. "Wir freuen uns auf die Mädchen und wollen dazu beitragen, dass sie einen ersten Eindruck von der Landtags- und Abgeordnetenarbeit bekommen", so Frau Stange abschließend.
