Finanzierung der Thüringer Frauenzentren und Frauenhäuser sichern

PresseKarola StangeGleichstellung2

Die angedrohte zwanzigprozentige Haushaltssperre werde vor allem auch im Bereich der 31 Frauenzentren und 16 Frauenhäuser in Thüringen gravierende Auswirkungen haben, kritisiert die gleichstellungspolitischen Sprecherin der LINKEN, Karola Stange, und kündigt massiven Widerstand an. Auf Antrag der Linksfraktion soll sich der Gleichstellungsausschuss im Landtag mit der Problematik befassen.

Die Abgeordnete betont, sie werde gemeinsam mit dem Landesfrauenrat sowie den Trägern der Frauenhäuser und Familienzentren, die im Jahr 2012 auf ihre Bewilligungsbescheide warten und eine hochwertige qualitative Arbeit im Interesse der Thüringer Frauen und Familien leisten, dafür streiten, dass es nicht zu den vom Finanzminister geplanten Kürzungen kommt.

Die Linkspolitikerin verweist auf Kleine Anfragen von ihr zur Finanzierung der Thüringer Frauenzentren und Frauenhäuser, deren Beantwortung ihr aktuell im Vorabdruck vorliegt. Die Ministerin erkläre hier, dass die Finanzierung für das Jahr 2012 steht und keine Kürzungen zu erwarten seien. Die Förderrichtlinie, z. B. für die Frauenzentren, die Ende des Jahres 2011 ausgelaufen ist, sollte nach den Worten von Frau Taubert ab 2012 in unveränderter Form verlängert werden.
 
Stange kündigt an, dass die Linksfraktion für den Gleichstellungsausschuss am kommenden Mittwoch einen Dringlichkeitsantrag zur Finanzierung der Frauenzentren und Frauenhäuser in Thüringen stellt. „Es ist nicht hinnehmbar, dass nach jahrelangen Lohnverzichten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun auch noch Kürzungen anstehen. Wer gute Arbeit leistet, muss auch entsprechend entlohnt werden“, unterstreicht die Gleichstellungspolitikerin. Sie hoffe, dass „die Ankündigung des Finanzministers im Kabinett keine Unterstützung findet – die Finanzierung der Thüringen Frauenzentren und Frauenhäuser muss auf einem festen Fundament stehen“, so Frau Stange abschließend.