„Erfurt stellt sich queer“: Für die Akzeptanz aller Lebensentwürfe
Dass der Christopher Street Day (CSD) auch in Erfurt zu einer „bunten, lebhaften und starken Tradition geworden ist“, würdigt die Erfurter Wahlkreisabgeordnete und gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Karola Stange. Die verweist auf die Veranstaltungen in dieser Woche unter dem Motto „Erfurt stellt sich queer“ mit dem abschließenden Höhepunkt der CSD-Demo (12 Uhr ab Willy-Brandt-Platz) und dem Straßenfest (14 Uhr vor dem Anger 1) am Samstag.
Die LINKE-Politikerin unterstreicht die nach wie vor aktuellen politischen Forderungen aus dem Aufruf zum Christopher Street Day. Dazu gehörten die Rehabilitierung und Entschädigung der Menschen, die nach Paragraph 175 und 151 verfolgt, verurteilt und inhaftiert worden waren. Außerdem gehe es um die Erweiterung des Artikels 3 des Grundgesetzes um das Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Homo- und Transsexualität und deren Verfolgung müssten als Asylgrund gelten. Die LSBTI-Realität (schwul, lesbisch, bi-, trans- und intersexuell) müsse in der Bildung verankert werden und die gesellschaftliche Teilhabe von HIV-positiven Menschen gesichert sein.
Sie stehe „voll und ganz hinter diesen und anderen CSD-Forderungen, deren Umsetzung längst überfällig ist“, sagt Karola Stange. „Als Gleichstellungspolitikerin sehe ich es als meine Verpflichtung an, die LSBTI-Gemeinschaft politisch zu vertreten und für die gesellschaftliche Akzeptanz aller Lebensentwürfe einzutreten.“
Beim Straßenfest am Samstag übergibt Karola Stange dem Verein CSD Erfurt eine Spende der Alternative 54 e.V., über den die Landtagsabgeordneten der Linksfraktion aus ihren persönlichen Beiträgen gemeinnützige Projekte und Vereine in ihrer Arbeit finanziell unterstützen.
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