Die Linke: Studium Duales Lehramt evaluieren und verbessern
Anfang April 2025 hatte das CDU-geführte Bildungsministerium angekündigt, die Plätze für das Duale Studium an der Universität Erfurt aufzustocken und mehr finanzielle Mittel einzusetzen. Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender und hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion Linke im Thüringer Landtag, fordert nach Gesprächen mit betroffenen Studierenden, Mitarbeitenden der Universität Erfurt sowie Schulämtern: „Anstelle von Schnellschüssen bedarf es ausreichender Ressourcen zur fundierten Evaluierung und nachhaltigen Verbesserung des Studiums ‚Duales Lehramt‘ an der Universität Erfurt. Um den Erfolg des Modellprojektes zu sichern, muss es behutsam und in enger Abstimmung mit der Universität, den Schulämtern, den Ausbildungsschulen und Studierenden weiterentwickelt werden.“
Auch der Monitor Lehrkräftebildung hat im Juni 2025 betont, dass für eine erfolgreiche Lehrkräftegewinnung verlässliche Begleitstrukturen und wirksame Monitoring-Instrumente notwendig sind, um Veränderungs- und Unterstützungsbedarfe frühzeitig zu identifizieren. Im Jahr 2024 hatte der ehemalige linke Bildungsminister Helmut Holter das Studium Duales Lehramt für Regelschulen an der Universität Erfurt erfolgreich eingeführt. Bundesweit handelt es sich um ein Vorzeigemodell mit Vorbildcharakter. „Die Einführung dieses Studienganges ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken. Ich begrüße ausdrücklich, dass auch die CDU dies mittlerweile erkennt. Bevor die Anzahl der Studienplätze aber einfach ausgeweitet wird, muss eine durch das Land auch finanziell unterstützte Evaluation stattfinden, um Verbesserungen mit und für alle Beteiligten zu erzielen.“
Der Linke-Hochschulpolitiker fordert: „Studierende dürfen mit ihren Ängsten und Sorgen nicht allein gelassen werden. Schulämter, Uni und Schulen müssen bei Problemen an einem Strang ziehen und Lösungen im Sinne der Studierenden finden. Ziel ist es, aus den bisherigen Erfahrungen zu lernen, Wissen zu bündeln und weiterzugeben.“ Die Linksfraktion bringt die Weiterentwicklung des Studiengangs am Freitag kommender Woche im Wissenschaftsausschuss auf die Tagesordnung.
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