DIE LINKE fordert gerechte Entlohnung für Frauen und bessere Arbeitsbedingungen

PresseKarola StangeGleichstellung

Angesichts des morgigen Internationalen Frauentags erneuert die Linksfraktion ihre Forderung nach Abschaffung der diskriminierenden Lohnunterschiede von Frauen im Vergleich zu Männern. „Wir stehen an der Seite der Frauen und unterstützen sie in ihrem Kampf nach gerechter Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen“, sagt Karola Stange, Gleichstellungspolitikerin der LINKE-Fraktion.

Wenn nach neuen DGB-Zahlen 84 Prozent der Frauen in Teilzeit arbeiteten, ohne dies zu wollen, wenn sie bis zu 30 Prozent weniger verdienten als die Männer in ihrer Branche, wenn die Hälfte aller beschäftigten Frauen keinen regulären, versicherten Arbeitsplatz innehätten, könne das nicht hingenommen werden. „DIE LINKE streitet für gute Arbeit mit Tariflöhnen, dauerhaften Perspektiven und einer Notabsicherung mittels eines Mindestlohnes, der zunächst 10 Euro beträgt – dies ist besonders für Frauen wichtig, die häufig wesentlich schlechter bezahlt sind.“
Es gelte aber auch, sogenannte weibliche Tätigkeiten deutlich besser zu bewerten. Es dürfe nicht länger der Normalzustand sein, dass Frauen weniger verdienen, weil sie nicht Reifen an Autos montieren, sondern pflegebedürftige Menschen versorgen und betreuen. „Hier sind auch die Gewerkschaften gefragt, sich mit den Arbeitgebern in einen Aushandlungsprozess zur Neubewertung von Tätigkeiten zu begeben – von alleine wird sich nichts ändern.“
Das gelte für alle Bereiche. Frauen streiten um eine Quote in Führungsetagen, verteidigen die Schutzräume für geschlagene Frauen, sammeln zehntausende Unterschriften, um den Beruf der Hebamme zu retten.