Bekämpfung Kinderarmut: Positiver Trend in Thüringen
„Es ist zwar erfreulich, dass in Thüringen im Vergleich zu anderen ostdeutschen Bundesländern die Kinderarmut zurückgegangen ist, aber der immer noch viel zu hohe Anteil armer Kinder in der gesamten Bundesrepublik ist ein gesellschaftspolitischer Skandal“, kommentiert Karola Stange, Sprecherin für Sozialpolitik der Linksfraktion, das Ergebnis der Bertelsmann-Studie zur Entwicklung der Kinderarmut in Deutschland.
„Wir freuen uns über den Rückgang des Anteils der Kinder in Hartz-IV-Familien in Thüringen. Dies ist ein Ergebnis der Einführung des Mindestlohns, den DIE LINKE immer gefordert hat, und der sich bei dem Thüringer Lohnniveau hier stärker ausgewirkt hat als in anderen Ländern. Die Situation in Gera und Erfurt, wo etwa ein Viertel der Kinder nach wie vor unter Armutsbedingungen aufwächst, macht aber den ungebremsten Handlungsbedarf deutlich. Dies darf eine so reiche Gesellschaft wie die unsere nicht hinnehmen!“
Hier müsse sich die Politik ändern: „Die letzten Erhöhungen im Hartz-IV-Satz für Kinder sind absolut unzureichend. Wir fordern: Schluss mit Leistungskürzungen aus oftmals nichtigem Grund für Familien mit Kindern, was die Chancen dieser Kinder schwer beeinträchtigt. Wir brauchen eine Kindergrundsicherung und den Einstieg in eine öffentlich voll finanzierte frühkindliche Bildung im Kindergarten. Was wir hierfür als Land tun können, wollen wir leisten.“
