Barrierefreie Kommunikation in Thüringen umfassend verwirklichen

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Mit Blick auf den heutigen Europäischen Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, der in diesem Jahr im Zeichen der Realisierung von Barrierefreiheit steht, fordert Karola Stange, „dass auch in Thüringen endlich in allen Bereichen Barrierefreiheit hergestellt werden muss“.

Die LINKE-Behindertenpolitikerin moniert, dass „selbst öffentliche Stellen in Thüringen noch immer nicht die Vorgaben des Thüringer Behinderten-Gleichstellungsgesetzes erfüllen“. Das betreffe besonders die barrierefreie Kommunikation, so sei das Land bei barrierefreien Internetauftritten im Verzug. Frau Stange kritisiert, dass sich die Landesregierung in Sachen Beseitigung von Barrieren oft nur auf Druck hin bewege. Die Abgeordnete verweist auf eine Anfrage im jüngsten Landtagsplenum und vor allem auf den – gestern leider nicht mehr behandelten – barrierefrei gestalteten Antrag der LINKEN zur umfassenden Verwirklichung barrierefreier Kommunikation vor allem auch im politischen und parlamentarischen Bereich.

Menschen mit Behinderungen sein politisch interessierte und engagierte Bürger, „sie müssen im öffentlichen bzw. politischen Bereich einen ungehinderten und eigenständigen Zugang zu Informationen und Dokumenten haben“, unterstreicht Stange. Die LINKE hat ihren Antrag auch in der Form der Leichten Sprache, in Brailleschrift und als Audiodatei eingereicht. „Damit möchten wir zeigen, wie barrierefreie Kommunikation im Alltag praktisch umgesetzt werden kann. In die gleiche Richtung geht die Forderung der Linksfraktion, bei der Online-Übertragung der Plenardebatten Gebärdensprachdolmetscher einzusetzen“, betont die Abgeordnete.

Am Montag tagt das Thüringer Außerparlamentarische Bündnis zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Landtag. „Es wird sich auch mit Fragen umfassender Barrierefreiheit befassen – ein wichtiges Thema bei der Umsetzung des UN-Abkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Der dazu vorliegende Thüringer Aktionsplan darf kein Papiertiger bleiben“, so die LINKE-Behindertenpolitikern, die abschließend fordert, „dass der Thüringer Aktionsplan zur Umsetzung des UN-Abkommens im Landtag beraten und beschlossen werden muss“.