Angemessener Nachteilsausgleich für Blinde und Sehbehinderte

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Anlässlich des morgigen Tages des weißen Stockes erklären Karola Stange, behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, und Maik Nothnagel, inklusionspolitischer Sprecher:"Zur Sicherung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben brauchen blinde und sehbehinderte Menschen einen angemessenen und bedarfsorientierten Nachteilsausgleich mittels eines bundeseinheitlichen Blindengeldes."

Im Ländervergleich steht Thüringen bei der Höhe des Blindengeldes nach wie vor mit an hinterer Stelle. "Es ist unverständlich, dass in Thüringen ein blinder Mensch lediglich 270 Euro Blindengeld monatlich bekommt und der Betrag nicht erhöht wird, während z.B. in Bayern seit Juli dieses Jahres monatlich 535 Euro Blindengeld gewährt wird", kritisieren die Abgeordneten.

Neben einer Erhöhung des Nachteilsausgleichs für Blinde und Sehbehinderte in Thüringen auf monatlich 320 Euro gehe es der Linksfraktion vor allem auch um eine zeitnahe Realisierung des Thüringer Maßnahmeplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der Novelle des Thüringer Behindertengleichstellungsgesetzes. "Wir fordern die Landesregierung auf, endlich ihre Hausaufgaben zu machen und umgehend einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Landtag einzubringen", verlangen Karola Stange und Maik Nothnagel abschließend.