Alle Kräfte vereinen für Erfurter Gartenbau-Institut
Mit der endgültigen Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz im Juni 2016 gegen den Erfurter Standort des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau steht fest, dass es das bisherige Leibniz-Institut so in Erfurt nicht mehr geben wird. Karola Stange, direkt gewählte Erfurter Landtagsabgeordnete und Stadträtin der LINKEN, will trotzdem allen Beteiligten Mut machen: „Ministerin Birgit Keller ist im Auftrag der Landesregierung in fortgesetzten Gesprächen mit dem zuständigen Bundesministerium, um den Forschungsstandort Erfurt-Kühnhausen zu sichern. Thüringen ist bereit, seinen finanziellen Anteil auch in Zukunft zu leisten, um diese für die Blumenstadt Erfurt, die regionalen Wirtschaftsunternehmen und unsere Studierenden so wichtige Institution zu erhalten.“
Frau Stange verweist auf die umfassenden Berichte der Ministerin in den Ausschüssen für Wissenschaft und Landwirtschaft in dieser Woche. „Ich begrüße ausdrücklich das hohe Engagement unserer Landesregierung in dieser Frage. Nun braucht es neben einer notwendigen und zeitnahen Neukonzeption für das bisherige IGZ Erfurt vor allem auch ein engagiertes gemeinsames Vorgehen aller demokratischen Parteien und Fraktionen. So würde ich mich sehr freuen, wenn sich das Handeln der CDU nicht auf fortgesetzte Apelle an Rot-Rot-Grün in Stadt und Land beschränkt, sondern auch ebenso nachdrücklich auf der Bundesebene bei den eigenen Parteifreunden für die Interessen des Instituts geworben würde. Der Einsatz der Landesregierung steht hierfür außer Frage“, merkt die Abgeordnete an.
„Am Ende muss es uns allen vereint darum gehen, das Erfurter Gartenbau-Institut zu erhalten, fern jeder Parteienpolitik. Erfolgreich können wir nur sein, wenn von CDU bis LINKE alle Demokratinnen und Demokraten gemeinsam für ein Weiterbestehen der Forschungseinrichtung nach 2019 kämpfen“, fordert Stange.
