Öffentlicher Gesundheitsdienst in Thüringen gefährdet? 2/2

Jörg Kubitzki
GesundheitRedenJörg Kubitzki

Aktuelle Stunde auf Antrag der Fraktion der CDU - Drucksache 6/6544

 

Herr Zippel, weil Sie hier so kühn einwerfen: Ich kann mich erinnern, in der letzten Legislatur wollte sich Ihre Fraktion sogar mal an ein ÖGD-Gesetz wagen. Ich erinnere nur daran. Das ist dann gescheitert. Das ist gescheitert an zwei Landräten

 

(Zwischenruf Abg. Zippel, CDU: So wie ihr!)

 

– Herr Hartung kann das bestätigen: Herr Münchberg aus Weimar und Frau Schweinsburg aus Greiz. Nach dem Motto: Gebt uns mal Knete, wir machen schon alles selber. So geht das nicht!

 

Ich muss auch die Frage stellen, Sie widersprechen sich selber: Warum soll ich als junger Student oder als Arzt eine Ausbildung zum Amtsarzt machen, auch wenn noch so viele zusätzliche Stellen in Jena geschaffen würden, wenn dieser Beruf, was wir hier gesagt haben, dann für mich in der Bezahlung unattraktiv ist? Aus meiner Sicht muss dieses Problem

 

(Zwischenruf Abg. Zippel, CDU: Das Gesamtpaket!)

 

an erster Stelle gelöst werden. Da sind die Landkreise gefragt. Da müssen wir als Landesregierung und Koalition mit den Landkreisen ins Gespräch kommen. Ich sage immer wieder: Die Landkreise haben in der Gebietsreformdiskussion gesagt, sie können alles – das wiederhole ich. Und der ÖGD ist ein Beweis, dass sie das nicht können. Deshalb plädiere ich doch noch mal für eine Zentralisierung.

 

(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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