Inklusion im Thüringer Bildungswesen verwirklichen! 2/2

RedenDirk MöllerBildung

Aktuelle Stunde auf Antrag der Fraktion der SPD – Drucksache 5/6300


Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist gesagt worden, von „ideologischer Debatte“ sollte man sich verabschieden. Herr Emde, da gebe ich Ihnen natürlich recht - hin zur sachlichen Fachdebatte. Allerdings höre ich neben ihren Bekundungen und Beteuerungen, für Inklusion zu sein, nur die Gründe, warum es nicht geht.


(Zwischenruf Abg. Emde, CDU: Das ist doch gar nicht wahr.)


Von Ihnen höre ich immer nur, warum es nicht geht bzw. welche Grenzen es angeblich nach Ihrer Sicht geben würde. Kommen wir zusammen, im Ausschuss zum Beispiel, und reden wir über dieses Konzept, wie es am besten umzusetzen wäre.


(Beifall DIE LINKE)


Mein Vorschlag an dieser Stelle: Eine Selbstbefassung in einem der nächsten Bildungsausschüsse und damit könnte dieses Thema auf einen sachlichen Fuß, auf eine sachliche Grundlage gestellt werden und wir könnten entsprechend damit umgehen. Im Übrigen zeigt die Debatte auch, wie wichtig es gewesen wäre, dass ein Bericht vorab hier in diesem Parlament gegeben worden wäre zum Arbeitsstand zu diesem Konzept. So war es nämlich ursprünglich im gemeinsamen Antrag vorgesehen. Das ist bedauerlich, das können wir meinetwegen dann in diesem gemeinsamen Ausschuss bzw. in der Behandlung zu diesem Thema entsprechend nachholen. Meine sehr verehrten Damen und Herren, Chancengleichheit: Es hat vor Kurzem die Veröffentlichung des Chancenspiegels gegeben, der international Vergleiche angestellt hat, welche Chancen Schülerinnen und Schüler unter anderem aus Deutschland zur weiteren Entwicklung haben. Da wurde mit der Begründung und Blick und Verweis auf das derzeitig existierende Schulsystem darauf verwiesen, dass im internationalen Vergleich die Chancen von Schülerinnen und Schülern mit entsprechenden ungünstigen Voraussetzungen miserabel sind. Das sollten wir zum Anlass nehmen, um uns Gedanken darüber zu machen, was an diesem Schulsystem zu verändern ist, das nach vorn zeigt, das Schülerinnen und Schüler mit diesen ungünstigen Voraussetzungen optimale Möglichkeiten, optimale Chancen gibt. Da nützt uns keine Verweigerung, kein Veto in der Regierung um eine entsprechende Veröffentlichung eines Berichts weiter hinauszuzögern. Da hilft nur konstruktive Zusammenarbeit. Ich freue mich auf diese im Ausschuss. Vielen Dank.


(Beifall DIE LINKE)



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