Anschubfinanzierung für Dorfladenprogramm

RedenDr. Johanna Scheringer-WrightKommunalesWirtschaft

Zum Antrag der Fraktion DIE LINKE – Drucksache 5/4561


Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, vor einiger Zeit hat in meinem Nachbardorf der kleine Einkaufsmarkt, ein Nachfolgemarkt des Konsums, zugemacht. Da es auch in den meisten Dörfern drumherum keine Einkaufsmöglichkeit gab und gibt, war das insbesondere für die älteren Bewohner unserer Dörfer sehr bitter. Glücklicherweise hat sich ein dynamischer Kaufmann gefunden, der den Einkaufsladen wiedereröffnet hat. Das ist eher die positive Ausnahme hier in Thüringen, auf die es aber ankommt. Was bedeutet es für die Dörfer, wenn es keine Einkaufsläden mit Waren des täglichen Bedarfs gibt. Die Dörfer veröden, alten Menschen, die nicht Auto fahren können, wird die Lebensgrundlage entzogen.


(Beifall DIE LINKE)


Die ländlichen Räume werden ausgeblutet. Jetzt gibt es ein neues aktuelles Ereignis, das die bisher schon latente negative Entwicklung in Thüringen katalysiert. Das Aus für die Schlecker-Filialen. Viele der jetzt arbeitslos gewordenen Verkäuferinnen und Verkäufer würden gerne auf eigene Initiative etwas unternehmen und einen Laden weiterführen. Allein die Beratung und Unterstützung fehlt, um eine solche Entscheidung sachgerecht fällen zu können, insbesondere fehlt das Geld zur Umsetzung. Hier muss etwas passieren und deshalb hat meine Fraktion DIE LINKE diesen Antrag „Anschubfinanzierung für ein Dorfladenprogramm“ eingebracht.


(Beifall DIE LINKE)


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