Daniel Reinhardt co-finanziert Buchgespräch in Gera

Daniel Reinhardt

Im Januar 2022 erschien das Buch von Ronen Steinke „Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich". Das Versprechen lautet, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Aber sie sind nicht gleich. Das Recht hierzulande begünstigt jene, die begütert sind; es benachteiligt die, die wenig oder nichts haben. Verfahren wegen Wirtschaftsdelikten in Millionenhöhe enden mit minimalen Strafen oder werden eingestellt. Prozesse gegen Menschen, die ein Brot stehlen oder wiederholt schwarzfahren, enden hart und immer härter. In einer beunruhigenden Reportage deckt der Jurist Ronen Steinke systematische Ungerechtigkeit im Strafsystem auf. Er besucht Haftanstalten, recherchiert bei Staatsanwälten, Richtern, Anwälten und Verurteilten. Und er stellt dringende Forderungen, was sich ändern muss.

Da es sich die Stadt- und Regionalbibliothek Gera zur Aufgabe gemacht hat, mit ihren Nutzern und interessierten Bürgern  interessante Themen zu diskutieren, freuten wir uns, dass Ronen Steinke, ein Jurist und bekannter Journalist, für ein Buchgespräch in Gera zur Verfügung stand. Für die Finanzierung konnten wir den Förderverein Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., den Bibliotheksförderverein „Buch und Leser“ e.V., die Alternative 54 e.V. (übermittelt von Daniel Reinhardt, MdL) und die BKL Haustechnik GmbH gewinnen. Die Liste der Unterstützer zeigt, dass dieses Thema tatsächlich für sehr viele Bedeutung hat.

Dies spiegelte sich auch in den Besucherzahlen wieder. Am 7.09.2022 fanden sich 65 Erwachsene ein, die mit Ronen Steinke über sein Buch sprechen wollten. Die Diskussion wurde kontrovers, zum Teil hitzig und meistens sachlich geführt. Eine „Entgleisung“ konnte Ronen Steinke souverän abwehren und die Diskussion wieder auf die Sachebene zurückführen.


Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es viel Redebedarf gibt und gerade beim Thema Recht und Gerechtigkeit die Gesetzgebung an vielen Punkten verbessert werden muss. Die Stadt- und Regionalbibliothek Gera war mit der Veranstaltung sehr zufrieden und wird auch in Zukunft weiter „Brennpunktthemen“ aufgreifen.