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Zum Todestag von Professor Gerhard Riege

Am 15. Februar 1992 hat sich der Jenaer Staatsrechtler und damalige Bundestagsabgeordnete der PDS, Prof. Gerhard Riege, das Leben genommen. „Wir gedenken Gerhard Riege, der nach scharfen Angriffen aus seinem Umfeld, anderen Parteien und aus Medien vor 27 Jahren den Freitod suchte“, sagt Susanne Hennig-Wellsow, Fraktions- und Parteivorsitzende der LINKEN in Thüringen. Unmittelbar zuvor hatte die Bundestagsgruppe seine inoffizielle Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR in der Zeit von 1954 bis 1960 publik gemacht.

Gerhard Riege setzte seinem Leben in einer persönlich unerträglichen Situation ein Ende: Der gesellschaftliche Hass auf die DDR und das daraus mündende gesellschaftliche Klima bedeuteten für ihn Druck, Verleumdung und Mobbing. Diesem fühlte sich Prof. Riege nicht gewachsen.

„Der Freitod Gerhard Rieges sollte auch heute noch Mahnung sein, mit politischen und persönlichen Biografien von Menschen nicht selbstherrlich und einseitig umzugehen. Damals wie heute darf die politische Abrechnung nicht vor einem respektvollen Umgang gestellt werden“, unterstreicht Susanne Hennig-Wellsow.


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