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Torsten Wolf, Daniel Reinhardt

Wolf: Kindergärten in Thüringen besser als Bertelsmann-Studien messen

Zu den Ergebnissen des heute erschienenen Kita-Monitors der Bertelsmann-Stiftung äußert sich der bildungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Wolf: „Die Bertelsmann-Studien zur frühkindlichen Bildung sind für Thüringen wenig belastbar. Einerseits ist es gut, dass sich um die Frage der Qualität an den Kinderkrippen und -gärten systematisch gekümmert wird. Aber wenn Bertelsmann allen Ernstes Einrichtungen in Baden-Württemberg und Bayern mit denen in Thüringen vergleicht, ist fragwürdig, was gemessen wird. Anders als in den West-Bundesländern können sich die Thüringer Familien darauf verlassen, dass im Kindergarten im Ganztag betreut und gebildet wird.

Dagegen ist in Baden-Württemberg und Bayern in der Regel die Kita ab Mittag geschlossen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes nehmen in Thüringen 95,5% der Kinder Betreuungsangebote von mindestens 8 Stunden am Tag wahr. Damit vertritt Thüringen ein modernes, Bertelsmann in seiner Einseitigkeit aber ein konservatives Familienkonzept. Weiterhin gilt in Thüringen eine 100% Fachkräftequote, während in den alten Bundesländern selbst Gemeindehelfer als “Fachkraft am Kind" mitgerechnet werden. Letztendlich gibt es auch klare und verlässliche Zuteilung von Kita-Leitungskräften, während in Baden-Württemberg solches zusätzliches Personal fehlt."

Der Sprecher für frühkindliche Bildung, Daniel Reinhardt, ergänzt: „Die von Rot-Rot-Grün vereinbarten Qualitätsverbesserungen haben seit 2014 mehr als 1.300 zusätzliche Fachkräfte in die Thüringer Kitas gebracht, die allein durch das Land finanziert werden. Eine Novellierung des Kindergartengesetzes wird auf Vorschlag der LINKEN derzeit in der Koalition verhandelt, sie soll neben dem weiteren Ausbau der Beitragsfreiheit auch weitere Schritte der Qualitätsverbesserung bringen. Neben einer weiteren Schlüsselverbesserung, soll über einen Ausbau der praxisintegrierten Ausbildung PIA und deren Regelfinanzierung zusätzliches Fachpersonal gewonnen werden.“


Pressesprecherin

Diana Glöckner

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