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Weitere Verbesserung der Qualität braucht ausreichend Fachkräfte

Zur Diskussion um das Abschneiden Thüringens in der diesjährigen Bertelsmann-Kita-Ländervergleichsstudie sagt der bildungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Torsten Wolf:

„Eine aus den Ergebnissen der Studie abgeleitete Kritik an den Betreuungsverhältnissen in den Thüringer Kindergärten läuft ins Leere. Zum ersten beträgt die Betreuungszeit in den Bundesländern, welche in der Studie besonders gut abschneiden, maximal sechs Stunden, während Thüringen mit 10 Stunden täglich eine viel umfangreichere Leistung anbietet. Diesen Unterschied stellen die Studien der Bertelsmann-Stiftung regelmäßig nicht in Rechnung, so dass sich ein verzerrtes Bild ergibt. Zweitens stützt sich die Studie auf Daten aus dem März 2017. Damals galten noch die aus der CDU-Regierungszeit übernommenen Betreuungsschlüssel, denn das neue Kita-Gesetz mit seinen Verbesserungen ist erst am 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Zum 1. August 2018 und zum 1. August 2019 treten jeweils Verbesserungen in Kraft, die zusammengenommen 550 Neueinstellungen bedeuten und ohne die Kommunen allein vom Land finanziert werden. Auch sie sind in der Studie nicht abgebildet.“

Der Abgeordnete hebt hervor, dass diesem Schritt weitere Verbesserungen bei den 3 bis 6-Jährigen folgen sollen.

Derzeit ist die Koalition im Gespräch, wie es mit Verbesserungen im Kita-Bereich weitergehen kann. DIE LINKE sieht in einem weiteren beitragsfreien Kita-Jahr eine Stärkung der frühkindlichen Bildung und eine wirksame Entlastung für Familien. „Wir brauchen deutlich mehr ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher, um einen verbesserten Betreuungsschlüssel überhaupt umsetzen zu können. Im Herbst wird eine Arbeitsgruppe des Landesjugendhilfeausschusses Vorschläge für eine attraktivere Gestaltung der Erzieherausbildung in Thüringen vorlegen. Mit diesen Vorschlägen werden wir uns intensiv befassen. Ziel ist es, noch in dieser Legislaturperiode Maßnahmen für die weitere Stärkung der Bildung und Betreuung für Kindergarten- und Krippenkinder festzulegen“, so Wolf.


Pressesprecherin

Diana Glöckner

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