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Wachsende Insolvenzen im Thüringer Mittelstand

Angesichts der aktuellen Insolvenz-Statistik Thüringen (Januar bis August 2009) betont der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dieter Hausold, an die Adresse der Landesregierung, dass "Augenwischerei, Schönfärberei und Tatsachenverdrehung dem Thüringer Mittelstand nicht weiterhelfen".

Der Abgeordnete erinnert an Aussagen des Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (ifo), das vier Tage vor der Landtagswahl in Thüringen ein erneut verbessertes Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands festgestellt hatte, was die damalige Thüringer Landesregierung wohlwollend zur Kenntnis nahm und als Bestätigung für die Richtigkeit ihrer Mittelstandspolitik propagierte. "Die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik sprechen eine andere Sprache. Fast jeder sechste Insolvenzantrag in Thüringen betrifft ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, knapp elf Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr", unterstreicht Hausold.

Der Wirtschaftspolitiker weist darauf hin, dass diese Entwicklung für die Linksfraktion nicht verwunderlich ist. Seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise habe DIE LINKE mit zahlreichen parlamentarischen Aktivitäten darauf gedrängt, dass die Sicherung der Liquidität der Thüringer Mittelstandsbetriebe und damit der Arbeitsplätze im Mittelstand im Fokus aller Maßnahmen - sei es aus dem Konjunkturpaket des Bundes oder aus Landes-, Bundes- und ESF- Fördermitteln - stehen muss. "Wir haben immer wieder auf die drohende Zunahme von Unternehmensinsolvenzen und die Folgen für die Thüringer Wirtschaft verwiesen", so Hausold weiter.

Die Situation sei eine "Quittung für Nichtwissen, Uneinsichtigkeit und Sturheit der ‚alten' Landesregierung. Bleibt zu hoffen, dass das ‚neue' Wirtschaftsministerium handlungsfähiger und vor allem handlungswilliger ist, wenn es um die Mittelstandsförderung in Thüringen geht, denn die statistischen Zahlen zum Insolvenzgeschehen in den ersten acht Monaten sind nur die Spitze des Eisberges", sagt der LINKEN-Politiker abschließend.


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