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Tarifergebnis soll auf Beamte übertragen werden

„Wir danken den Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes für die zahlreiche Teilnahme an den Warnstreiks, an denen sich auch die Beamtinnen und Beamten unterstützend beteiligt haben. Um unsere Wertschätzung für die verbeamteten Beschäftigten zu unterstreichen, wollen wir das Ergebnis der Tarifverhandlungen zügig inhalts- und wirkungsgleich auf die Beamten des Freistaates übertragen“, sagt Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, anlässlich der heutigen ersten Lesung zur Anpassung der Besoldung und Versorgung in den Jahren 2019 bis 2021.

Geplant ist, den Tarifabschluss für die Angestellten der Länder inhalts- und wirkungsgleich auf die Beamten in Thüringen zu übertragen – sowohl hinsichtlich der Höhe als auch des Zeitpunkts. Die Kosten dafür werden bei knapp 350 Millionen Euro liegen, zuzüglich der 244 Millionen Euro für die Angestellten.

„Es ist das erste Mal seit der Wende, dass in zwei aufeinanderfolgenden Tarifrunden das Ergebnis inhalts- und wirkungsgleich auf die Beamten des Freistaates übertragen wird. Hiermit drücken wir auch unseren Respekt vor dem erzielten Tarifergebnis aus. Erstmals seit vielen Jahren hat sich eine steigende Zahl von Beschäftigten im öffentlichen Dienst an den Warnstreiks beteiligt“, freut sich der Abgeordnete.

Kräuter betont, dass Arbeitnehmer und Beamte gleichermaßen mehr als 3,2 Prozent Erhöhung verdienen würden, aber es sei ein Schritt in die richtige Richtung. Die Gewerkschaften und Arbeitgeber hatten sich auf eine mehrstufige Gehaltserhöhung im öffentlichen Dienst bei einer Laufzeit von 33 Monaten geeinigt. Rückwirkend zum 1. Januar erhalten die rund eine Millionen Beschäftigten nun 3,2 Prozent mehr Geld. 2020 ist eine Erhöhung um weitere 3,2 Prozent vereinbart, 2021 um nochmals 1,4 Prozent. Der Mindestanstieg soll insgesamt bei 240 Euro liegen.

„Wir setzen alles daran, in Regierungsverantwortung zu bleiben, auch um in einer dritten Tarifrunde das Ergebnis inhalts- und wirkungsgleich auf die Thüringer Beamtinnen und Beamten übertragen zu können“, so der Abgeordnete Kräuter abschließend.


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