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Ina Leukefeld

Leukefeld zu aktuellen Arbeitsmarktdaten

„Auch wenn die Zahl arbeitsloser Menschen in Thüringen geringfügig gestiegen ist, so kann doch insgesamt eine erfreuliche Entwicklung konstatiert werden. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt weiter, die Löhne steigen, wenn auch in den einzelnen Branchen sehr differenziert“, fasst Ina Leukefeld, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, zusammen.

„Auf den zweiten Blick fällt die positive Bewertung etwas differenzierter aus. Noch immer beziehen von den insgesamt 58.100 Arbeitslosen 35.000 Hartz-IV-Leistungen“, bilanziert die Abgeordnete. Insgesamt betreuten die Jobcenter in Thüringen im Juli 2019 rund 93.200 erwerbsfähige Leistungsberechtige. Obwohl im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Leistungsberechtigten um mehr als 8.600 sank, ist die Gesamtzahl der Leistungsempfänger und damit ihre Abhängigkeit immer noch sehr hoch.
„Besonders betroffen sind dabei Alleinerziehende und deren Kinder, die oft im Vergleich zu anderen Kindern benachteiligt sind, insbesondere wenn von Ferien- und Urlaubserlebnissen die Rede ist“, so Leukefeld.

Alleinerziehende sind zwar seltener arbeitslos und öfter erwerbstätig als noch vor zehn Jahren, aber sie suchen situationsbedingt meist Teilzeitbeschäftigung. „Die Folge ist, dass diese Familienform immer noch die mit Abstand höchste Hartz-IV-Bedürftigkeit darstellt, weil das Armutsrisiko von Alleinerziehenden im Langzeitvergleich gewachsen ist“, erklärt die Abgeordnete.

Ursachen für das hohe Armutsrisiko sind die geringen Einkommen in den Branchen und Berufen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, der hohe Anteil an Frauen in atypischer und prekärer Beschäftigung, zu geringe Wochenarbeitszeiten sowie unzureichende staatliche Unterstützungsleistungen für geringverdienende Eltern. Die Gefahr ist groß, unter diesen Bedingungen lebenslänglich arm zu bleiben und insbesondere im Alter auch von Grundsicherung auf Hartz-IV-Niveau abhängig zu sein. „Deshalb unterstütze ich die Bemühungen auf Bundesebene für eine Grund- bzw. Mindestrente, wie sie DIE LINKE einfordert. Um die Situation - speziell der Alleinerziehenden - intensiver zu beleuchten und Konkretes zur Verbesserung ihrer Lebenssituation auf den Weg zu bringen, hat die rot-rot- grüne Koalition einen entsprechenden Antrag in den Landtag eingebracht, der im September beraten und beschlossen wird,“ so Ina Leukefeld.


Pressesprecherin

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