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Katharina König-Preuss

König-Preuss kritisiert geplanten Buchenwald-Besuch von AfD-Abgeordneten Brandner

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner kündigt an, am morgigen 08.08. 2018 die Gedenkstätte Buchenwald zu besuchen. Dazu äußert Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag:

„Die Gedenkstätte vertrat insbesondere im Umgang mit Björn Höcke bisher immer eine eindeutige Haltung. Nun ausgerechnet der Nr. 2 der Thüringer AfD-Hassprediger in der Gedenkstätte des ehemaligen Vernichtungslagers eine Plattform zu bieten, ist äußerst bedenklich. Gerade Brandner fällt dadurch auf, dass er politische Gegner immer wieder diffamiert und entmenschlicht. Vor knapp einem Jahr beschimpfte er wenige Kilometer von Buchenwald entfernt in Jena Demonstrierende gegen Antisemitismus und Rassismus als 'hässliche Brut' und ‚Ergebnis von Inzucht und Sodomie‘. Auf der gleichen Demonstration skandierten AfD-Anhänger das antisemitische 'U-Bahn-Lied'. Brandner, der für seine unter die Gürtellinie gehenden Beleidigungen bekannt ist, hat nicht nur im Thüringer Landtag mit 32 Ordnungsrufen einen traurigen Rekord aufgestellt, sondern politischen Gegnern per Twitter auch mit einem Macheten-ähnlichen Gegenstand gedroht.“

Auf der Demonstration am 12. September 2017, auf der auch Brandner sprach, schallte es: „Eine U-Bahn, eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir. Von der JG bis Auschwitz, eine U-Bahn bauen wir“, eine Parole, die in ähnlicher Form sonst nur bei Neonazis und extrem rechten Fußballanhängern zu hören ist. Weder Brandner noch AfD-Ordner griffen ein. Unmittelbar danach grölten die Teilnehmer „AfD, AfD, AfD“. König-Preuss weiter: „Die von Brandner in seiner Mitteilung zu seinem Buchenwald-Besuch betriebene Gleichsetzung von Dritten Reich und DDR offenbart, dass es ihm weniger um ernstgemeinte Auseinandersetzung als um eine Relativierung der Shoa und des NS-Regimes geht.“

Die Abgeordnete erinnert an die unzähligen antisemitischen Ausfälle der AfD, die Rede von Höcke mit der 180-Grad-Wende und dem Mahnmal der Schade, die Bestrebungen der AfD, NS-Gedenkstätten, wie in Niedersachsen und Baden-Württemberg, die Gelder zu streichen oder an den Abgeordneten Wolfgang Gedeon, der das Judentum als „inneren“ Feind des „christlichen Abendlandes“ bezeichnete und der auch 2018 weiterhin in der Partei verbleiben darf.  

König-Preuss abschließend: „Die AfD und Abgeordnete wie Stephan Brandner oder Björn Höcke sind es, die in und mit ihren Reden gesellschaftlich erarbeitete Grundpositionen unterlaufen und durch Verharmlosungen, Relativierungen, geschichtsrevisionistische, nationalistische oder rassistische Äußerungen nicht nur einen gefährlichen Weg für die Demokratie beschreiten, sondern damit auch das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus und den Schwur von Buchenwald mit Füßen treten.“


Pressesprecherin

Diana Glöckner

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