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Karola Stange

Flyer: Liebt doch, wen ihr wollt!

„LGBTIQ*-Rechte sind Menschenrechte, aber diese werden in Deutschland leider ständig von der Bundesregierung blockiert. Wo bleibt der Schutz im Grundgesetz? Warum wird das verfassungswidrige Transsexuellengesetz nicht abgeschafft und durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzt? Dank zahlreicher Organisationen und Aktivist*innen haben wir schon viel geschafft, aber gravierende Eingriffe in die Grundrechte bleiben. Auch deswegen gehen jedes Jahr so viele Menschen zum CSD auf die Straße,” erklärt Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellung der Linksfraktion in Thüringen.

 

Unsere Forderungen:

 

  • Wir fordern die Abschaffung des Transsexuellengesetz

Das Transsexuellengesetz (TSG) drängt Trans- und Inter-Personen dazu, dem Gericht ihr Gefühl der Geschlechtszugehörigkeit über drei Jahre hinweg dokumentarisch offenzulegen sowie zwei kostspielige Gutachten vorzuweisen, um Namen oder Personenstand ändern zu lassen. Wir fordern die Abschaffung des TSG, weil es Trans- und Inter-Menschen durch seine behördlichen Einschränkungen das Recht auf Selbstbestimmung nimmt.

 

  • Wir fordern die volle Anerkennung aller Familienformen

Für uns ist Familie dort, wo Menschen aus Liebe zueinander Verantwortung füreinander übernehmen. Das ist unabhängig vom Geschlecht oder der Anzahl der Personen, die eine Familie sein wollen. Daher fordern wir, dass das Abstammungsrecht daran und an die neuen Möglichkeiten zur Zeugung von Kindern angepasst wird.

 

  • Wir fordern die Abschaffung der Rückstellung von MSM bei der Blutspende

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), werden in den Richtlinien zur Übertragung von Blutprodukten als Risikogruppe eingestuft. In der Folge dürfen sie nur nach einem Jahr Enthaltsamkeit Blut spenden. Während eine HIV-Infektion heute sechs Wochen nach einem Risikokontakt sicher diagnostiziert oder ausgeschlossen werden kann, führt der einjährige Ausschluss zu einer Diskriminierung allein aufgrund der sexuellen Orientierung. Wir fordern ein Ende dieser pauschalen Diskriminierung und die Orientierung an individuellem Risikoverhalten jeder spendenden Person.

 

  • Wir fordern die Berücksichtigung von queeren älteren & pflegebedürftigen Personen

Auch queere Personen werden im Alter oder durch andere Umstände pflegebedürftig. Wir fordern Fortbildungen für pflegerisches und medizinisches Personal – diese Menschen sollen für die Bedürfnisse und Lebensumstände von queeren Personen sensibilisiert werden und diese Sensibilität in ihrem Arbeitsalltag wirksam werden lassen.

 

  • Wir fordern LGBTIQ*-Angebote im ländlichen Raum

Wir fordern den Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für LGBTIQ* im ländlichen Raum. Da gerade außerhalb der Städte viele LGBTIQ* auf sich alleine gestellt sind, ist es wichtig dort unterstützend tätig zu werden. Damit das möglich wird, ist aber eine stärkere Unterstützung notwendig und ein breiteres Problembewusstsein für die unterschiedlichen Bedürfnisse.

 

  • Wir fordern eine Verstetigung der Finanzierung des queeren Zentrums

Wir sind dankbar für die Förderung eines queeren Zentrums, aber Diskriminierung steht leider auch heute noch in vielen Bereichen des Lebens auf der Tagesordnung. Insbesondere junge Menschen erfahren im Alltag Beleidigungen und auch körperliche Gewalt. Um psychischen Schäden bis hin zu Suizid vorzubeugen, fordern wir die Schaffung und Vernetzung von Beratungs- oder auch Anlaufzentren für LGBTIQ*-Menschen in Thüringen.

 

  • Wir fordern Inklusion & Barrierefreiheit in queeren Räumen

Wir fordern Barrierefreiheit und Inklusion in queeren Räumen. Wie in den meisten anderen Teilen der Gesellschaft auch, sind viele queere Räume immer noch nicht an die Bedürfnisse von behinderten Menschen angepasst. Um das zu ändern und eine Teilnahme an den jeweiligen Angeboten zu ermöglichen, braucht es sowohl Unterstützung für die nötigen Umbaumaßnahmen als auch eine Sensibilisierung der queeren Szene.

 

#LoveIsLove!

 

Flyer zum Download

 

Dateien


Pressesprecherin

Diana Glöckner

Tel.: 0361 - 377 2293

Fax: 0361 - 3772321

Mobil: 0151 - 124 19414

gloeckner@die-linke-thl.de