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Bedrückende Studie zu Kinderarmut

Nach der aktuellen Studie „Verschlossene Türen. Eine Untersuchung zu Einkommensungleichheit und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes haben Familien, die von Armut betroffen sind, heute real noch weniger Geld zur Verfügung als vor zehn Jahren, um ihren Kindern das Notwendige zu finanzieren. „Damit wird ihre Benachteiligung massiv verstärkt, sie werden weiter abgehängt“, kritisiert Karola Stange, Sprecherin für Sozialpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Mehr als jedes fünfte Kind oder Jugendlicher in Deutschland zähle zu den Armen.

Bei einkommensschwachen Familien sind vor allem Ausgaben für Aktivitäten der Kinder stark eingeschränkt. Dazu gehört das Teilnehmen am sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben: das Erlernen eines Musikinstrumentes, Kinobesuche, Ferienfreizeiten, Sportaktivitäten, Vereinsbeiträge. „Durch diese Armutsspirale verlieren Kinder in elementaren Lebens- und Entwicklungsbereichen. Das ist ein Skandal. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden, dafür steht die Bundesregierung in der Pflicht“, fordert Stange. Es müsse endlich für soziale Leistungen gesorgt werden, die ausreichend sind, Armut zu verhindern und allen Kindern Bildung und Teilhabe ermöglichen. Das nun in Kraft getretene „Starke-Familien-Gesetz“ sei dabei nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Daher muss endlich zum Beispiel eine eigenständige Kindergrundsicherung - wie sie auch der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert - für alle Kinder auf den Weg gebracht werden“, so Stange mit Blick auf eine langjährige Forderung der LINKEN.


Pressesprecherin

Diana Glöckner

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