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Diana Skibbe

Für einen Thüringer Entschuldungsfonds

Zu einem Fachgespräch zum Thema „Thüringer Stiftung für Entschuldung“ hatte die Linksfraktion mit ihrer Abgeordneten Diana Skibbe am 3. Juni in den Landtag eingeladen. Gekommen waren zahlreiche Engagierte aus diesem Bereich.

Als verbraucherpolitische Sprecherin hat sich die Abgeordnete in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Problemkreis Privatinsolvenzverfahren, Entschuldung von Privatpersonen in Zusammenarbeit mit den Schuldnerberatungsstellen sowie Verbraucherinsolvenzberatungsstellen befasst. Für einige Personengruppen gibt es derzeit schon Möglichkeiten, über Stiftungen aus anderen Bundesländern Entschuldungen vorzunehmen ohne ein Insolvenzverfahren zu eröffnen.

Das Fachgespräch diente dazu, sich mit Vertretern dieser Stiftungen austauschen und deren Erfahrungen zur Thematik kennenzulernen. „Wir wollen für Thüringen prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, einen Fonds für Entschuldung zu installieren. Betroffenen Menschen sollen damit andere Wege der Entschuldung als das Privatinsolvenzverfahren angeboten werden“, sagte Diana Skibbe
Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachgesprächs die Impulsreferate. Eingangs sprach Rita Hornung von der Integrationshilfe für ehemals Suchtkranke der Marianne von Weizsäcker-Stiftung, anschließend Cornelia Schonhardt von der Stiftung Resozialisierungsfonds für Straffällige in Hessen, bei der es auch um Menschen geht, die überschuldet sind und ihre Schulden aus eigener Kraft nicht mehr tilgen können.

Ein weiteres Impulsreferat hielt Anja Stache vom Verein Bremische Straffälligenbetreuung. Hier stand der Schuldenregulierungsfonds Bremen im Blickpunkt. Arno Röder, Talisa Gera, Arbeitslosenhilfe und Schuldnerberatung, stellte die Bürgerstiftung vom Landratsamt Ravensburg vor sowie die Darlehensregelung des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen.