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Ausstellung in der Fraktion würdigt Friedrich Kreyer

Auf großen Zuspruch war die  Vernissage zur neuen Ausstellung „Thüringen, das grüne und humanistische Herz Deutschlands“ mit Bildern von Friedrich Kreyer in der Galerie der Linksfraktion im Flur der 4. Etage des Fraktionsgebäudes im Thüringer Landtag gestoßen. André Blechschmidt, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, konnte dazu am Mittwochnachmittag zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler der ehemaligen Erfurter Lessing Oberschule begrüßen und vor allem den Künstler selbst.
Die Ausstellung zeigt Ausschnitte aus dem umfangreichen künstlerischen Werk des Erfurter Lehrers und Kunsterziehers im Ruhestand, der von 1952 bis 1994 an der Lessing Oberschule unterrichtete. Ganz begeistert berichten ehemalige Schülerinnen und Schüler, wie Christiane Schmidt,  über ihren Lehrer, der im Januar seinen 90. Geburtstag beging und noch heute seine humanistische Grundeinstellung auch künstlerisch zum Ausdruck bringt: „Er tut dies, indem er unsere thüringische Heimat in ungezählten Bildern wiedergibt. Über die Vermittlung von Wissen und Techniken im Fach Kunsterziehung hinaus durften wir Friedrich Kreyer als einen Vertreter der Lessing‘schen Aufklärungsideale kennenlernen und erleben.“  
Dass sie jetzt den Verein „Lessing lebt“ gründen, hat natürlich vor allem mit diesen Idealen zu tun, die in einer kurzen Ansprache auch Astrid Rothe-Beinlich, die Erfurter Landtagsabgeordnete der Grünen würdigte.  Dazu wurde ein Grußwort von Rikola-Gunnar Lüttgenau von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora verlesen, der angesichts heutiger Angriffe auf die Errungenschaften der Aufklärung daran erinnerte, dass Lessings „Nathan der Weise“ im NS-Staat mit einem Spielverbot belegt war.
Sie wollen die Themen Toleranz und Humanität wieder stärker im öffentlichen Bewusstsein der Stadt Erfurt verankern, kündigte Wolfgang Triebel vom Verein „Lessing lebt“ i.G an.