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Thüringen-Erlebnisse: Impulse für eine bessere Vernetzung von Sport und Tourismus

„Unsere Landestourismuskonferenz hat die Synergie von Tourismus und Sport in Thüringen herausgestellt und Impulse für die weitere Entwicklung gegeben“, so der tourismus- und sportpolitische Sprecher der Linksfraktion, Knut Korschewsky, zu der Veranstaltung mit vielen Beteiligten aus Tourismuswirtschaft, Kommunen, Spitzen- und Breitensport und der Politik.

Neben einer besseren Vernetzung von Sport und Tourismus ging es auf der Konferenz am 23. Mai um deren ökologische, soziale und finanzielle Nachhaltigkeit, und dies auch mit Blick auf Oberhof und die geplanten Weltmeisterschaften. „Es gehört zu den übergreifenden Aufgaben, zielgruppenspezifische Thüringen-Erlebnisse zu kreieren, die einzigartig sind und im Einklang mit der Natur und den Menschen.

Wichtige Zukunftsthemen, die auch korrespondieren mit den kürzlich veröffentlichten Eckpunkten der Bundestourismusstrategie, sind die nachhaltige Mobilität, Stichwort Weiterentwicklung des Rennsteigtickets, die Stärkung ländlicher Räume, regionaler Produkte und Wertschöpfung, z.B. über Produktivgenossenschaften, und insgesamt eine klimaverträgliche Entwicklung des Tourismus“, betonte Korschewsky.

Bei der Podiumsdiskussion warb Ministerpräsident Bodo Ramelow dafür, den Blick zu weiten. Es gehe nicht nur um Investitionen in Oberhof und Geld für Spitzensportler, es müsse auch um diejenigen Menschen gehen, die in der Gastronomie und Hotellerie gebraucht werden und die z.T. auch aus dem Ausland nach Thüringen kommen. Als einen weiteren wichtigen Punkt benannte der Ministerpräsident die digitale Verknüpfung der analogen Welt. „Wir müssen unsere Geschichten im Netz erzählen und die richtigen Geschichten in Wert setzen“, sagte er.

Adrian Leeder, Leiter des Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit im Regionalverbund Thüringer Wald, beschrieb den Geist, den es für den touristischen Erfolg braucht: „Verschiedene Sportarten und Tourismus zusammenbringen. Dieses gute, anziehende Sportgefühl mit weiteren Marketingmaßnahmen durch Spitzensportlerinnen und Sportler flankieren und transportieren.“

Rolf Beilschmidt, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, verwies darauf, dass die Sportveranstaltungen durch zahlreiche Ehrenamtliche abgesichert und getragen werden, auch dies müsse stärker honoriert werden. Prof. Dr. Natalie Essig, Professorin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und Architektin mit langjähriger Erfahrung im internationalen Spitzensportstättenbau, ermunterte: Es sollte nicht der Fehler gemacht werden, sich mit Österreich oder Peking zu vergleichen, sondern es muss das wertgeschätzt werden, was als Thüringer Alleinstellungsmerkmal gelten kann: die Sanftheit des Tourismus und Möglichkeiten zu echter Erholung durch die Kleinteiligkeit und die Vielfalt der Angebote.

Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismusgesellschaft, und Mark Kühnelt, Präsident der DEHOGA, diskutierten in einem weiteren Podium mit Knut Korschwesky die Erwartungen des Aktivbesuchers. Grundsätzlich müsse in der Tourismuswirtschaft der Kooperationsgrad noch weiter steigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten auch über Angebote in benachbarten Regionen und favorisierte Sportarten auskunftsfähig sein, um die Wiederkehr und Verweildauer der Gäste in Thüringen auszubauen.

Myriam Kaskel


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