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Schule muss verbinden - Mit Verbesserungen zum Schulgesetzentwurf auf Partner zugehen

Gemeinsam mit den Vertretern der Koalitionsfraktionen hatte der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter (LINKE) am 15. März im Landtag die geplanten Änderungen zum Entwurf der Schulgesetznovelle vorgestellt und erklärt: „Seit zwei Jahren wurde erst in der Kommission ‚Zukunft Schule‘ und dann in einem großen Beteiligungsprozess zum Thüringenplan und zum Schulgesetz darüber diskutiert, wie wir die Bildungslandschaft Thüringen strukturell besser aufstellen können. Wir haben uns ehrlich gemacht, Lösungen gesucht und Entscheidungen getroffen.“

Schulkooperationen sind der Rettungsschirm für kleine Schulstandorte. Davon bin ich nach wie vor überzeugt. Durch jahrzehntelanges Nichthandeln sind die derzeitigen Probleme entstanden. Durch Kooperationen entstehen größere Lehrerkollegien, in denen ein besserer fachlicher Austausch zwischen Lehrkräften möglich ist. Zudem kann im Krankheitsfall leichter Vertretungsunterricht organisiert werden“, so Minister Holter.

Dabei sei es ihm im gesamten Diskussionsprozess auch bei den Vorgaben zu Schul- und Klassengrößen „stets um den größtmöglichen Konsens“ gegangen. „Leider kam aus den Reihen der parlamentarischen Opposition kein einziger Vorschlag zur strukturellen Gestaltung unserer Schullandschaft. In Abgrenzung davon haben sich Gewerkschaften und der Thüringer Landkreistag mit konstruktiven Hinweisen und Ideen in die Debatte eingebracht. Um einen für mehrere Jahre tragfähigen Konsens zu erzielen, möchte ich auf unsere Partner, die vor Ort Verantwortung tragen, zugehen. Schule darf nicht spalten, Schule muss verbinden“, sagte Helmut Holter.

Die neuen Vorschläge betreffen u.a. die Mindestschülerzahlen. So sollen an den Grundschulen die Klassen mindestens 15 Schüler haben, an den Regelschulen 20 Schüler, an den Gesamtschulen in den Klassenstufen 5 bis 10 ebenfalls 20 Schüler wie auch an den Gymnasien. Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie mit Förderbedarf zum Erwerb der deutschen Sprache sollen bei der Klassenbildung an allgemein bildenden Schulen doppelt gezählt werden.Regionale Förderzentren werden als Beratungs- und Unterstützungszentrum für allgemeine Schulen ausgebaut. „Schulen ohne Schüler“ sind nicht vorgesehen.

Was die Zügigkeit der Schulen betrifft, sollen Grundschulen ein- oder mehrzügig sein, Regelschulen grundsätzlich mindestens zweizügig, im ländlichen Raum bereits bestehende Regelschulen einzügig.  Gemeinschaftsschulen sollen in dieser Hinsicht bei den Klassenstufen 1 bis 4 wie Grundschulen und ab Klassenstufe 5 wie Regelschulen behandelt werden. Gesamtschulen sollen mindestens dreizügig sein, Gymnasien: in der Regel mindestens zweizügig.


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