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Petition „Die Welt spricht KINDERGARTEN“ an Landtag übergeben

Begriff „Kindergarten“ in über 40 Sprachen präsent

Mitglieder vom Fröbel-Kreis, zugleichBotschafter der Kampagne „Die Welt spricht KINDERGARTEN“, übergaben am 20. November, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, an Landtagsvizepräsidentin Margit Jung (LINKE) 6.805 Unterschriften einer entsprechenden Petition. Singend unterstützt wurden sie von Kindern aus der Kita „Zwergenland“ in Erfurt.

Heute heißt es meistens Kita oder Kindertagesstätte. Dabei ist der Begriff Kindergarten in über 40 Sprachen präsent „und ausgerechnet in seinem Ursprungsland Deutschland auf bestem Wege zu verschwinden. Das wollen wir ändern“, heißt es auf der Internetseite der Kampagne für den Begriff Kindergarten im öffentlichen Sprachgebrauch.

Margit Jung ist selbst Unterzeichnerin der Petition und sicherte ihre weitere Unterstützung zu. Dabei freuten sich die VertreterInnen vom Fröbel-Kreis, unter ihnen der Bürgermeister von Bad Blankenburg (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) Mike George (Freie Wähler) und sein Vorgänger Frank Persike (LINKE), besonders über zwei sehr konkrete Vorschläge. Margit Jung will das Petitionsanliegen an die Landtage der Nachbarbundesländer weiterleiten und sich in der Fortschreibung des Thüringer Kindertagesbetreuungsgesetzes für eine Begriffsänderung einsetzen. Dies tuen u.a. auch der bildungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Wolf, und die Sprecherin für Petitionen Anja Müller.

Die Kampagne „Die Welt spricht KINDERGARTEN!“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Fröbel-Orten, -Vereinen, -Einrichtungen und -Freunden in Thüringen. Als Teil der Fröbel-Dekade 2013 bis 2022 und des laufenden Themenjahres „Fröbel und die Politik“ erhielt der Fröbel-Kreis, mit Bad Blankenburg als Antragsteller, eine Förderung der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt für die Kampagnengestaltung und -durchführung.

Gegründet 1840 von Friedrich Fröbel in Bad Blankenburg/Thüringen, galt der Kindergarten als Gegenentwurf zu den Kinderbewahranstalten jener Zeit und als Ergänzung zur häuslichen Erziehung in der Familie. Begleitend bildete er pädagogisches Fachpersonal - Kindergärtnerinnen und Mütter in Bad Liebenstein, Keilhau und Bad Blankenburg - aus, die mit dem Kindergartenverbot 1851 in Preußen emigrierten und damit die Idee des Kindergartens in die Welt trugen.
Thüringen wurde zum Ausgangspunkt der nationalen und internationalen Kindergartenbewegung. „Die Kindergarten-Idee ist eine der humanistischsten Ideen der Menschheit. Als Institution bietet der Kindergarten einen geschützten Raum, in dem Bildung, Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung nicht durch ‚Belehrung‘, sondern im Spiel erfolgt. Aus unserer Sicht ein kulturelles Erbe, das es zu bewahren gilt!“, wird auf der Internetseite der Kampagne betont.


Foto: Sehr zur Freude der Knirpse aus dem Zwergenland hatte Margit Jung für sie Landtags-Überraschungstüten dabei.

 
Zahlreiche Informationen und Hintergründe unter: http://dieweltsprichtkindergarten.de/


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