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Jenoptik steigt aus dem Rüstungsgeschäft aus

Hennig-Wellsow: Umbau von militärischer in zivile Produktion ist ein Gebot der Stunde

Die Nachricht, dass sich Jenoptik von seinem Militärtechnik-Geschäft trennen will, wird von der Linksfraktion begrüßt. „Das ist eine gute Entscheidung und eine langjährige Forderung der LINKEN“, so Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow.

Es sei richtig, dass der Jenoptik-Konzern durch den Verkauf der Militärtechnik-Sparte nicht länger ein Rädchen im Getriebe der Rüstungsindustrie sein werde. Jetzt sollten weitere Konzerne, die immer noch auf Wehrtechnik und Rüstungsgüter setzen, diesem Beispiel folgen. „Der Umbau von militärischer in zivile Produktion ist ein Gebot der Stunde. DIE LINKE steht für Abrüstung, friedliche Konfliktlösung und ein Ende der Gewalt – weltweit“, so Susanne Hennig-Wellsow.

Die Nachrichtenagentur dpa hatte am 29. Juli gemeldet, dass ein Komplettverkauf von sämtlichen Geschäftsanteilen des Bereichs Vincorion geplant sei. In diesem Bereich waren im vergangenen Jahr die Fertigung von Wehrtechnik - dazu gehören Komponenten für Schützenpanzer und Kampfjets - sowie der mechatronische Bereich von Jenoptik zusammengefasst worden.

Außerdem hieß es, dass der Vorstand bereits seit einiger Zeit signalisiert habe, dass eine Trennung von der Wehrtechnik nicht ausgeschlossen sei. Das Umsatzvolumen von Vincorion mit Produkten auch für die Luftfahrt- und Bahnindustrie lag im vergangenen Jahr nach Jenoptik-Angaben bei 166 Millionen Euro. Der Konzernumsatz betrug rund 835 Millionen Euro. Von den rund 4.000 Jenoptik-Beschäftigten arbeiten etwa 790 in dem zum Verkauf stehenden Bereich.
Zur Begründung hieß es, Jenoptik wolle sich auf sein Kerngeschäft mit Lasern, Messtechnik und optischen Systemen konzentrieren. Einnahmen aus der Trennung von Vincorion sollen in das Auslandsgeschäft vor allem in Amerika und Asien gesteckt werden.


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