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Gegen Neonazi-Konzerte - Broschüre informiert über die Thüringer RechtsRock-Szene

Seit 2015 steigt die Zahl der Rechts­Rock­Konzerte in Thüringen. 2017 zählte die Mobile Beratung in Thü-ringen. Für Demokratie – Gegen Rechtsextremismus (MOBIT) 59 Musik­Veranstaltungen der extrem Rechten – durchschnittlich ein Konzert pro Woche. Die Broschüre "Hass und Kommerz. RechtsRock in Thüringen" zieht Bilanz.

Besonders die langjährige Veran­kerung der Akteure, eine fortschreitende Professionalisierung und der problemlose Rückgriff auf eigene Immobilien erklären die Entwicklung Thüringens zum Kernland des florie­renden RechtsRock – hier gibt es Groß­veranstaltungen unter freiem Himmel mit teils mehreren tausend Besuche­rInnen, die nach dem Versammlungs­gesetz angemeldet werden.

In der Broschüre werden un ter schied­liche Aspekte dieses Phänomens unter­sucht. Zu Wort kommt auch der Musik­wissenschaftler Thorsten Hind richs, der nach der Funktion von RechtsRock für die Neonazi­Szene fragt. Auf seinem Streifzug durch die Szene nimmt der Experte Jan Raabe Bands und Veranstal­tungsorte unter die Lupe. Er folgt der Spur der Akteure, »die teilweise schon seit mehr als 30 Jahren aktiv sind«. Es wird deutlich: Die Großveranstaltun­gen in Thüringen sind nur die Spitze des Eisbergs. Das mediale Interesse an ihnen kaschiert die Alltäglichkeit der RechtsRock­Konzerte. MOBIT schließt sich nicht dem Ruf nach einer Verschär­fung der Gesetze an, sondern setzt auf Vernetzung von Initiativen und fordert Professionalisie rung der Behörden: Un­erfahrene Behörden haben RechtsRock­ Konzerte erst möglich gemacht, weil sie ihre Kompetenzen nicht kennen.

Die Broschüre ist eine profunde Studie. Kostenloser Bezug: Mobiles Beratungs-team, Schillerstraße 44, 99096 Erfurt, E-Mail: mail@mobit.org, www.mobit.org


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