Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Familien fördern durch leistungsfähige soziale Infrastruktur

Solidarisch miteinander

Über neue Wege in der Familienförderung durch das Landesprogramm ‚Solidarisches Zusammenleben der Generationen‘ hat in der Sitzung der Linksfraktion am 28. November Heike Werner (LINKE), Thüringer Sozial- und Familienministerin, berichtet. „Mit dem neuen Programm werden familienpolitische Leistungen zielgenauer erbracht. Sie orientieren sich am tatsächlichen Bedarf vor Ort“, sagte Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow.
 
Familien benötigen vor allem Zeit, sie benötigen Geld und Strukturen. Es ist uns ein besonders wichtiges Anliegen, Familien wirksam zu fördern, zu begleiten und wo nötig, zu unterstützen“, unterstrich Susanne Hennig-Wellsow und hob das derzeit im Rahmen eines Gesetzentwurfs in der Landtagsberatung befindliche Landesprogramm ‚Solidarisches Zusammenleben der Generationen‘ als Herzstück einer besseren und gerechteren Familien- und Sozialpolitik hervor.

Damit kann flächendeckend vor Ort die Förderung von Familienbildungsangeboten, von Seniorenbeauftragten und -beiräten, von Eltern-Kind-Zentren, Erziehungs-, Familien- und Lebensberatungsstellen, von Frauenzentren, Pflege-, Versorgungs- oder Mobilitätsangeboten zielgerichteter geplant und vom Land wirksam finanziell unterstützt werden. Zu diesem Zweck werden bisherige Einzel-Förderprogramme vereint, aufeinander abgestimmt und um neue Angebote ergänzt.
 
Ministerin Heike Werner verwies in diesem Zusammenhang auf die Umsetzung des Koalitionsvertrages: „Wir haben den Auftrag sehr ernst genommen und gründlich mit den familienpolitischen Akteuren in Thüringen vorbereitet. Damit kann eine verzahnte strategische Sozialplanung in den Kommunen auf den Weg gebracht werden.“

Dabei handele es sich sich um einen ganz neuen strategischen Ansatz. Die Ministerin sprach von einem Paradigmenwechsel und sagte, dass „nicht über die Familien geredet werde, sondern mit ihnen der Bedarf ermittelt und Angebote entwickelt und umgesetzt werden.

Bisher sei doch vielfach nebeneinanderher geplant worden. Zwar gebe es schon vieles, aber eben auch die berühmten weißen Flecken. Und der Bedarf in den Regionen, eher städtisch oder eher ländlich, sei eben auch sehr unterschiedlich. Mit dem neuen Landesprogramm entsteht eine leistungsfähige und bedarfsgerechte soziale Infrastruktur, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Blick auf die Bedürfnisse von Kindern als auch die Sorgearbeit von Familien gegenüber der älteren Generation besser gewährleisten zu können. Daher, so Heike Werner, stünden im Blickpunkt der neuen Familienförderung besonders die unter 20-jährigen und die über 65-jährigen.
 
Im Zuge einer guten Familienpolitik wächst das solidarische Miteinander der Generationen. Deshalb ist es wichtig, neben der regelmäßigen Fortschreibung des Landesfamilienförderplans, dass im Gesetz die Förderung des Landesprogramms in Höhe von mindestens zehn Millionen Euro pro Jahr festgeschrieben und damit über das Jahr 2019/2020 fortgesetzt wird.


Parlamentsreport

Im "Parlamentsreport" der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag finden Sie alle zwei Wochen Aktuelles über unsere Arbeit im Parlament. Wir berichten über unsere Anträge, Reden, Analysen und Einschätzungen.

Alle Artikel des "Parlamentsreports" können Sie hier einzeln online lesen oder den Report als PDF-Dokument herunterladen. Klassisch auf Papier gedruckt bekommen Sie den "Parlamentsreport" alle zwei Wochen per Post als Beilage der "UNZ - Unsere Neue Zeitung" ins Haus.