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Torsten Wolf: Eine gesicherte Perspektive für jede Schule

Konstruktiv diskutieren

In Erster Lesung hat der Thüringer Landtag am 14. Dezember das „Thüringer Gesetz zur Weiterentwicklung des Schulwesens“ diskutiert. Die bildungspolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen haben den Gesetzentwurf der Landesregierung begrüßt und zur konstruktiven Debatte aufgerufen.
Der bildungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Wolf, betonte: „Der Schulgesetzentwurf enthält in den Bereichen Schulstruktur, gemeinsamer Unterricht, Ausbau der Gemeinschaftsschule und Beförderung von Ganztagsangeboten viele notwendige und wichtige Schritte. Vor allem schafft er Voraussetzungen für die zukünftig bessere Absicherung von Unterricht und der individuellen Förderung aller Kinder.
Die Vorwürfe der Opposition, Rot-Rot-Grün plane die Abschaffung der Förderschulen, seien falsch.
Stattdessen stärke der Gesetzentwurf den Elternwillen. „Wir danken dem Minister und seinen MitarbeiterInnen für die sehr breit geführte Debatte. Wir rufen alle am Schulwesen beteiligten und interessierten Akteure, auch die CDU, auf, sich in die Beratungen einzubringen und eigene Vorschläge zu unterbreiten“, so Torsten Wolf.

In seiner Rede im Landtag hatte der Abgeordnete der Linksfraktion u.a. erklärt:

„Ich habe in den letzten Wochen dutzende Schulen und Veranstaltungen besucht und mit vielen Menschen gesprochen, u.a. in einer Gesamtschule und einer Gemeinschaftsschule in Ostthüringen. In allen Gesprächen wurden mir als verantwortlichen Bildungs- und Haushaltspolitiker seitens der Eltern, Schüler und Schulleitungen folgendes Bild vermittelt:
1. Die Situation, gerade zur Grippezeit, ist was die Unterrichtsabdeckung anbetrifft, sehr angespannt;
2. Es stehen ausreichend Stellen zur Verfügung und die Schulämter tun ihr Möglichstes diese zu besetzen, aber
3. Das größte Problem ist derzeit, diese Stellen auch mit Fachlehrern zu besetzen.
Anders also als eine Landrätin in Ostthüringen in ihren Veranstaltungen vermittelt, haben wir nicht ein Stellenproblem, sondern ein Einstellungsproblem. Wenn man zudem noch durch den Landkreis reist und völlig zu Unrecht prophezeit, dass viele kleine Schulen demnächst geschlossen würden, erhöht man definitiv nicht die Attraktivität der Schulen für junge Lehrerinnen und Lehrer, die heutzutage nicht selten nur zwischen zwei Schulen wählen können.“
Dazu ergänzte Torsten Wolf: „Wenn es aber heute schon schwer ist, gerade im ländlichen Raum in nahezu allen Schularten, bis auf Gymnasien, ausgeschriebene Stellen mit Fachlehrern zu besetzen, wenn wir davon ausgehen dürfen, dass wir wie alle anderen Bundesländer auch viel zu wenige Grundschul-, Regelschul- und Berufsschullehrkräfte sowie Förderpädagogen ausgebildet haben, um dem Ersatzbedarf im nächsten Jahrzehnt zu entsprechen und wenn - da sind wir uns mit der CDU durchaus einig - jede Schule eine gesicherte Perspektive erhalten soll und wir trotzdem den sinkenden SchülerInnenzahlen, z.B. im Landkreis Greiz in den nächsten 20 Jahren mehr als 23 Prozent, ebenso entsprechen müssen wie den stark steigenden SchülerInnen-Zahlen, in Jena von 33 Prozent, dann wäre es unverantwortlich, mit dem neuen Schulgesetz dieser Entwicklung nicht mit einem Vorschlag zur besseren Steuerung vorhandener Fachlehrerressourcen zu entsprechen. Und genau dies tun wir, indem wir Klassen- und Schulgrößenvorgaben als letztes Bundesland regeln.“


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