Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Christian Schaft: „Der Pflegenotstand muss gestoppt werden“

Jenaer Klinik-Beschäftigte mit „Aufschrei“ im Landtag

Der kürzlich verabschiedete „Jenaer Klinikums-Aufschrei“ wurde am 2. Mai von Beschäftigten des Universitätsklinikums Jena an Ausschussmitglieder der rot-rot-grünen Koalitionsfraktionen im Wirtschafts- und Wissenschaftsausschuss des Thüringer Landtags übergeben.

Dazu sagte der LINKE-Abgeordnete Christian Schaft: „‘Mehr von uns ist besser für alle!‘ Mit diesem Anliegen kamen heute Beschäftigte des Uniklinikums Jena in den Landtag. Am Rande der Sitzung des Wirtschafts- und Wissenschaftsausschusses übergaben die engagierten Pflegekräfte uns, den rot-rot-grünen Ausschussmitgliedern, den ‚Jenaer Klinikums-Aufschrei‘, mit dem sie auf ihre Situation aufmerksam machen. Personalnot, arbeiten unter Hochdruck, Stress und Erschöpfung prägen ihren Berufsalltag. Wir nehmen diesen Aufschrei ernst und werden uns der Sache annehmen.“

Christian Schaft hatte zusammen mit der LINKE-Fraktionskollegin Katja Mitteldorf den Beschäftigten gleich Termine vorgeschlagen, um nach Jena zu kommen. „Wir wollen vor Ort bei einer Schicht dabei sein, damit wir nicht nur über Zahlen sprechen, sondern mit den Pflegekräften über ihren Klinikalltag. Wir wollen nicht wegschauen. Wir wollen mit den Beschäftigten eine Lösung finden! Denn wir müssen den Pflegenotstand stoppen!“

In der Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di vom 2. Mai hieß es: „Wir sind heute mit fünf Kolleginnen und Kollegen aus der Notaufnahme, den IMC Stationen. und dem Springerpool nach Erfurt in den Landtag gefahren. Die Mitglieder der Regierungskoalition im Wirtschafts- und Wissenschaftsausschuss haben kurzfristig den ‚Jenaer Klinikums-Aufschrei‘ entgegengenommen“, so Philipp Motzke von der Gewerkschaft ver.di. (Die IMC - Intermediate Care - ist eine Behandlungsstufe zwischen Intensivstation und Normalstation.)
Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Noch auf der Rückfahrt gab es erste Terminanfragen für einen Besuch von zwei Abgeordneten vor Ort an der Klinik. Wir hoffen, nun endlich Bewegung in die Sache zu bekommen, damit sich die Arbeitsbedingungen in allen Bereichen am landeseigenen Universitätsklinikum verbessern.“

Der „Jenaer Klinikums-Aufschrei“ war von den ver.di Mitgliedern bei der letzten Mitgliederversammlung am 27. April verabschiedet worden. Darin heißt es u.a.: „Wir haben immer wieder auf die Situation hingewiesen, viele Gefährdungsanzeigen geschrieben, zwei Stationen haben Ultimaten gestellt, damit sich endlich etwas verändert. Doch es hat sich nichts verbessert. Immer mehr von uns verlassen frustriert die Uniklinik.“


Parlamentsreport

Im "Parlamentsreport" der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag finden Sie alle zwei Wochen Aktuelles über unsere Arbeit im Parlament. Wir berichten über unsere Anträge, Reden, Analysen und Einschätzungen.

Alle Artikel des "Parlamentsreports" können Sie hier einzeln online lesen oder den Report als PDF-Dokument herunterladen. Klassisch auf Papier gedruckt bekommen Sie den "Parlamentsreport" alle zwei Wochen per Post als Beilage der "UNZ - Unsere Neue Zeitung" ins Haus.