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Azubi-Ticket-Debatte: Aufforderung an Landrätin Schweinsburg

Den „Verweigerungsspuk endlich beenden“

Diana Skibbe, LINKE-Landtagabgeordnete und im Landkreis Greiz zu Hause, hat die Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) aufgefordert, nun endlich auf die Jugendlichen des Landkreises zuzugehen und ihnen die Teilnahme am Thüringer Azubi-Ticket zu ermöglichen: „Mit der Annahme des Haushalts 2020 ist klar, dass das in ganz Thüringen erfolgreiche Azubi-Ticket auch in den kommenden Jahren im Freistaat weitergeführt werden wird. Die Mittel dafür wurden in den Haushalt eingestellt. Das Azubi-Ticket ist also gesichert.“

In der Debatte in der auf Antrag der Linksfraktion stattgefundenen Aktuellen Stunde im Landtag um das kostengünstige Monatsticket für Auszubildende ließ selbst die CDU, also die Partei Martina Schweinsburgs, durchblicken, dass sie das Azubi-Ticket für eine gelungene Sache hält. Durch die Blume forderte die CDU-Fraktion ihre Landrätin auf, endlich den Verweigerungsspuk zu beenden.

Unterstützung für Bürger-begehren im Landkreis Greiz

Die LINKE Landtagsabgeordnete Diana Skibbe hatte weitere Einwände der Landrätin in Fragen an die Landesregierung umgewandelt und sie am 14. Juni im Plenum als mündliche Anfrage an die Landesregierung gestellt. Der Staatssekretär im Infrastruktur-Ministerium Dr. Klaus Sühl (LINKE) hatte sie im Plenum beantwortet und die Bedenken entkräftet. „Falls Frau Schweinsburg sich trotzdem nicht in der Lage sieht, das Azubi-Ticket nun unverzüglich auch im Landkreis Greiz einzuführen, werden meine Partei und ich die Jugendlichen nach Kräften beim Bürgerbegehren ‚Azubi-Ticket jetzt! Das Bürgerbegehren‘ unterstützen“, betonte Diana Skibbe. In ihrer Pressemitteilung kündigte die Abgeordnete an: „Die Jugendlichen werden einen überarbeiteten Antrag, der die Ergebnisse des aktuellen Plenums berücksichtigt, bis zum Ende des Monats beim Landratsamt einreichen.“

Beispielhaftes Engagement

Es sei beispielhaft, wie Jugendliche des Landkreises Greiz „mit den Möglichkeiten unserer Verfassung umgehen - Frau Schweinsburg sollte ihnen hier keine Steine in den Weg legen“. Allerdings habe sie „manchmal den Eindruck, dass die CDU in Thüringen nichts, aber auch gar nichts in der Auseinandersetzung um ihr Verhältnis zu den jungen Menschen im Land gelernt hat“.

In der auf Antrag der Linksfraktion am 12. Juni im Landtag stattgefundenen Aktuellen Stunde zum Thema „Das Thüringer Azubi-Ticket - ein wichtiger Schritt zu mehr Teilhabe junger Menschen in Thüringen“ hatte für die LINKE Kati Engel, die Sprecherin für Ausbildung, Kinder- und Jugendpolitik, das Wort ergriffen. Sie sagte u.a.: „Mit einer Förderrichtlinie wird allen Kreisen die Teilnahme am Azubi-Ticket ermöglicht. Das Land ist auf die Mitwirkung der Landkreise angewiesen, weil sie die Aufgabenträgerschaft für den Bus- und Straßenbahnverkehr haben.“

Die Azubis, der Nahverkehr und Umwelt profitieren

Das Azubi-Ticket Thüringen kostet 153,89 Euro je Monat. Davon bezahlen die Auszubildenden lediglich 50 Euro. Die Differenz übernimmt der Freistaat Thüringen. Dafür stehen insgesamt zehn Millionen Euro im Landeshaushalt bereit.

Kati Engel verwies in der Plenardebatte auch auf die jüngst veröffentlichten Ergebnisse der Marktforschung. „Diese zeigen, dass die Nutzerinnen und Nutzer des Azubi-Ticket sehr zufrieden sind. Die Verkaufszahlen sind seit Einführung kontinuierlich gestiegen. Durch das Azubi-Ticket gibt es sechs Prozent mehr Neukunden und mehr als 30 Prozent der Ticketinhaber fahren nun häufiger mit Bus und Bahn. So profitieren neben den bisher fast 5.000 Auszubildenden in Thüringen auch der öffentliche Nahverkehr und somit auch die Umwelt.“


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