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Aufwandsentschädigung für Feuerwehrangehörige kräftig erhöht

Feuerwehren leisten unschätzbar wichtige Arbeit

Seit 1993 haben Thüringer Feuerwehrangehörige, die in Funktionen arbeiten, eine nahezu immer gleiche Aufwandsentschädigung bekommen. Das hat sich Anfang Dezember geändert, denn da ist eine neue Fassung der entsprechenden Verordnung in Kraft getreten, mit der Angehörige Freiwilliger Feuerwehren für viele Bereiche nun die doppelte Entschädigung erhalten. Dazu gehören zum Beispiel Stadtbrandmeister, Wehrführer oder Jugendfeuerwehrwarte.

Wie Steffen Dittes, der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, weiter informiert hatte, erhöht sich auch für zwanzig andere Aufgabenbereiche in den Freiwilligen Feuerwehren in Thüringen die Summe der Ansätze deutlich. Dies betreffe etwa Ausbilder und weitere Führungskräfte.

Damit setzt die Landesregierung einen Landtagsbeschluss, der auf Antrag der Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gefasst wurde, um. Dieser hatte zum Ziel, die Feuerwehrentschädigungsverordnung zu überarbeiten, damit Feuerwehrleute eine zeitgemäße Entschädigung erhalten. Diese sollte im angemessenen Verhältnis zum tatsächlichen Aufwand stehen.

Die Umsetzung des Landtagsbeschlusses (Nummer 6/4877) vom 14.12.2017 war mit vielen Prüfungen und Überarbeitungen durch die Landesregierung verbunden. Dadurch hatte sie länger gedauert als erwartet worden war. Dennoch zeigte sich Steffen Dittes zufrieden, dass die Verordnung nun tatsächlich rechtskräftig ist.

„Insgesamt 26 Jahre haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren auf eine Überarbeitung warten müssen. Dass sie nun da ist, freut uns sehr, denn die überwiegend ehrenamtlich Aktiven leisten eine unschätzbar wichtige Arbeit für die öffentliche Sicherheit in Thüringen. Mit den erhöhten Ansätzen drücken wir Wertschätzung und Anerkennung aus und hoffen zugleich, dass das Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr noch Stückchen attraktiver wird, um auch perspektivisch Nachwuchskräfte zu gewinnen.“

 

Zum Hintergrund:

Wehrführer erhalten bisher einen Grundbetrag von 25 Euro, höchstens 110 Euro, seit dem 1. Dezember 2019 erhöhte sich der Betrag auf mindestens 50 Euro sowie maximal 170 Euro. Die Obergrenze bei Ortsbrandmeistern verschiebt sich beispielsweise von 110 Euro auf maximal 300 Euro zuzüglich eines verdoppelten Zuschlags für jede aufgestellte Ortsteilfeuerwehr. Kreisausbilder und Ausbilder in kreisfreien Städten sowie Ausbilder in Gemeinden mit Aufgaben, die mit denen der Kreisausbilder vergleichbar sind, haben bisher elf Euro je Ausbildungsstunde erhalten, mit der Anpassung sind es ab sofort 17 Euro pro Stunde.

Die neue Verordnung ist im Gesetz- und Verordnungsblatt 7/13 am 29.11.2019 erschienen.


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