Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Anja Müller: Es sollte Thüringer Kindergartengesetz heißen

Unterstützung für die Intention des Fröbelkreises

Am 22. März fand im Thüringer Landtag eine öffentliche Anhörung zur Petition „Die Welt spricht Kindergarten“ statt. Die Petentinnen und Petenten streben an, die Wörter „Kindertagesstätte“ und „Kindertagesbetreuung“ durch den Begriff „Kindergarten“ zu ersetzen. Thüringen solle dabei als Vorreiter für eine deutschlandweite Umwidmung der Wörter im öffentlichen Sprachgebrauch agieren.

Ausdrücklich begrüßte Anja Müller, Sprecherin für Petitionen der Fraktion DIE LINKE, am Rande der Anhörung des Petitionsausschusses die Intention des Fröbelkreises, den Begriff „Kindergarten“ wieder stärker  in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Die Abgeordnete unterstützt das Anliegen der Petentinnen und Petenten und spricht sich dafür aus, in einem ersten Schritt die Kurzbezeichnung des Thüringer Kindertagesbetreuungsgesetzes in „Thüringer Kindergartengesetz“ zu ändern. Da sich das Gesetz ohnehin in der parlamentarischen Überarbeitung befinde, könne in diesem Zuge auch dessen Kurzbezeichnung erneuert werden, so die LINKE-Abgeordnete.

Genauso sieht es Margit Jung, die Familienpolitikerin der Linksfraktion und Vizepräsidentin des Thüringer Landtags. In letzterer Eigenschaft hatte sie im November im Landtag mehr als 6.800 Unterschriften für die Petition entgegengenommen. Margit Jung ist selbst Unterzeichnerin und unterstützt auch alle „Die Welt spricht KINDERGARTEN!“-Initiativen.

Der Begriff Kindergarten ist in über 40 Sprachen präsent „und ausgerechnet in seinem Ursprungsland Deutschland auf bestem Wege zu verschwinden. Das wollen wir ändern“, heißt es auf der Internetseite der Kampagne für den Begriff Kindergarten im öffentlichen Sprachgebrauch. Die Kampagne ist ein Gemeinschaftsprojekt von Fröbel-Orten, -Vereinen, -Einrichtungen und -Freunden in Thüringen.

Gegründet 1840 von Friedrich Fröbel in Bad Blankenburg/Thüringen, galt der Kindergarten als Gegenentwurf zu den Kinderbewahranstalten jener Zeit und als Ergänzung zur häuslichen Erziehung in der Familie. Begleitend bildete er pädagogisches Fachpersonal - Kindergärtnerinnen und Mütter in Bad Liebenstein, Keilhau und Bad Blankenburg - aus, die mit dem Kindergartenverbot 1851 in Preußen emigrierten und damit die Idee des Kindergartens in die Welt trugen.

Thüringen wurde zum Ausgangspunkt der nationalen und internationalen Kindergartenbewegung. „Die Kindergarten-Idee ist eine der humanistischsten Ideen der Menschheit. Als Institution bietet der Kindergarten einen geschützten Raum, in dem Bildung, Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung nicht durch ‚Belehrung‘, sondern im Spiel erfolgt. Aus unserer Sicht ein kulturelles Erbe, das es zu bewahren gilt!“, wird auf der Internetseite der Kampagne betont.

 
Zahlreiche Informationen und Hintergründe unter: http://dieweltsprichtkindergarten.de/


Parlamentsreport

Im "Parlamentsreport" der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag finden Sie alle zwei Wochen Aktuelles über unsere Arbeit im Parlament. Wir berichten über unsere Anträge, Reden, Analysen und Einschätzungen.

Alle Artikel des "Parlamentsreports" können Sie hier einzeln online lesen oder den Report als PDF-Dokument herunterladen. Klassisch auf Papier gedruckt bekommen Sie den "Parlamentsreport" alle zwei Wochen per Post als Beilage der "UNZ - Unsere Neue Zeitung" ins Haus.