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Katharina König-Preuss

Krieg in der Ukraine – Herkunftsbezogenen Anfeindungen widersprechen

„Bei aller Fassungslosigkeit, Trauer und Wut über das millionenfache Leid in der Ukraine aufgrund des Angriffskrieges durch Russland muss klar sein: Anfeindungen, Abwertungen oder Benachteiligungen von Menschen russischer Herkunft, die in Deutschland leben, gehen überhaupt nicht, das ist ein absolutes NoGo. Diesen wahnsinnigen Krieg hat das Putin-Regime vom Zaun gebrochen, nicht die hier lebenden Menschen. Daher ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft selbst differenziert bleiben - in der Sprache, im Alltag, aber auch bei Protesten. Es ist wichtig, dass wir Diskriminierungen jeder Art zurückweisen und weiter für ein solidarisches, friedvolles Zusammenleben unabhängig der Herkunft eintreten“, so Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus und Antirassismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

König-Preuss macht darauf aufmerksam, dass es in den letzten Tagen neben pauschalisierenden Darstellungen in extrem rechten Netzwerken auch Aufrufe gab, die Gunst der Stunde zu nutzen, um die dort ohnehin verhassten symbolischen Orte, wie sowjetische Ehrenmahle und Friedhöfe, zu diskreditieren oder zu verunstalten. Die Abgeordnete weiter: „Vor 76 Jahren hatten sowjetische Soldat:innen wesentlichen Anteil an der Befreiung Europas von Nazideutschland. Viele bezahlten dies mit ihrem eigenen Leben. Umso unangemessener ist es, wenn jetzt wie in Weimar das Eingangstor und das steinerne Denkmal des sowjetischen Ehrenfriedhofs aus Protest gegen den aktuellen Krieg beschmiert werden. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass damals Millionen Menschen aus der Ukraine innerhalb der Roten Armee gegen die Nationalsozialisten kämpften.“

Die Abgeordnete verweist ebenso darauf, dass aktuell auch erfundene Angriffe auf russischsprachige Menschen zur Stimmungsmache in sozialen Medien kursieren. König-Preuss weiter: „Es gibt einerseits gezielte Desinformation, andererseits auch tatsächliche Abwertungen. Einen kühlen Kopf zu bewahren und beides voneinander zu trennen, darauf kommt es momentan an. Und auf Solidarität mit den Menschen: Mit der ukrainischen Bevölkerung, die dem verbrecherischen Krieg ausgesetzt ist, und mit den Tausenden mutigen Menschen in Russland, die nicht schweigen, sondern offen ihre Ablehnung gegen das Putin-Regime auf die Straße tragen und dabei ihre individuelle Freiheit und körperliche Unversehrtheit riskieren.“