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Lena Saniye Güngör, Karola Stange

WSI-Studie unterstreicht Handlungsbedarf bei Lohnentwicklung

Die Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, welche Daten der Bundesagentur für Arbeit für den unteren Entgeltbereich ausgewertet hat, zeigt deutlich die Richtigkeit von Forderungen der Gewerkschaften für höhere Löhne und dem politischen Ziel der LINKEN, die Tarifbindung im Land zu erhöhen.

„Die Forderungen der Gewerkschaften nach höheren Löhnen ist klar abgeleitet von den realen Bedingungen schlechter Entlohnung, die sich immer noch gravierend zwischen Ost und West unterscheiden, erklärt Lena Saniye Güngör, Sprecherin für Arbeits- und Gewerkschaftspolitik der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag. „Am Beispiel des Gastgewerbes wird dies besonders offensichtlich: Die NGG fordert einen armutsfesten Tariflohn von 13 Euro. Vollkommen zu Recht, da der Anteil derjenigen Vollzeitbeschäftigten, welche zu den Geringverdienern zählen, im Gastgewerbe besonders hoch ist. Das zeigt die Studie des WSI nun eindrücklich. Die DEHOGA als Vertretung der Arbeitgeberseite muss sich ihrer Verantwortung in der Beseitigung von Niedriglohn und Fachkräftesicherung stellen.“

Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellung und Soziales der Linksfraktion ergänzt: „Die Steigerung der Tarifbindung ist essenziell, um den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen auszugleichen. In Thüringen liegt der Wert von weiblichen Geringverdienern um 10 Prozent höher gegenüber männlichen Geringverdienern. Hier braucht es flächendeckende Tarifverträge, die nicht nur das Lohnniveau anheben, sondern auch für eine gleiche Entlohnung zwischen Männern und Frauen führen und ebenfalls das Lohngefälle zwischen Stadt und Land ausgleichen können.“