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Wir und die Welt: Die LINKE liest zum Vorlesetag

Als vor 17 Jahren der bundesweite Vorlesetag startete, machten 1.900 Menschen mit. Inzwischen ist nicht nur die Zahl der Vorleser*innen und Zuhörer*innen auf rund 700.000 angewachsen. Es haben sich mit der Corona-Pandemie auch praktische Hürden ergeben. Um dennoch ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens für Kinder und Erwachsene zu setzen, dabei aber Gesundheitsschutz und Kontaktbeschränkungen zu berücksichtigen, haben wir das Vorlesen ins Internet verlegt: Abgeordnete der LINKEN haben „Geschichten rund um die Welt“ von zu Hause aus vorgetragen, die fantasievolle Erzählungen aus allen Himmelsrichtungen wurden aufgenommen und „gesendet“.

 

Es war uns auch ein politisches Anliegen. Das Jahresmotto des diesjährigen Vorlesetages lautete „Europa und die Welt“. Und damit sind wir auch schon wieder beim Thema Covid19. Die Entwicklung von möglichen Impfstoffen gegen Corona läuft auf Hochtouren; wann genau damit begonnen werden kann, ist noch nicht ganz klar. Aber sicher ist schon jetzt: Wir wollen eine gerechte Impfstoff-Verteilung. Geld darf nicht über eine Impfung entscheiden. Mit der größten Dringlichkeit sollten diejenigen geimpft werden, die es am meisten brauchen, und denen es am meisten nutzt – also vor allem Risikopatient*innen und bestimmte Beschäftigte, etwa im Gesundheitswesen.


Und nicht zuletzt, Stichwort „Europa und die Welt“: Die Impfstoffverteilung muss auch global gerecht organisiert werden. Es darf nicht sein, dass die reichen Länder sich den Großteil der ersten Impfstoffe sichert und der Rest der Welt nur ein paar „humanitäre Reste“ bekommt, darauf hat die Vorsitzende der Linksfraktion in Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow schon sehr frühzeitig gedrängt.


Wichtig ist uns auch: Die Impfung muss freiwillig sein – es darf weder eine direkte noch eine indirekte Impfpflicht geben. Dass Unternehmen jetzt schon anfangen, zum Beispiel als Voraussetzung für eine Beförderung von Flugpassagieren einen Corona-Impfnachweis zu verlangen, sollte unterbunden werden. Unser gesundheitspolitischer Sprecher Ralf Plötner hat dazu gefordert, europaweit zu untersagen, „dass die Inanspruchnahme von Dienstleistungen oder gar Personaleinstellungen von einem Impfnachweis abhängig gemacht werden“. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

 

Ihre Redaktion