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Parlamentsreport 15-2021

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise haben vor allem vielen Selbstständigen das Leben schwer gemacht. Expert*innen sprechen von einem „negativen Einkommensschock“. Überproportional waren davon Frauen betroffen. Während ihr Anteil an allen rund vier Millionen Selbstständigen nur etwas mehr als ein Drittel beträgt, verzeichneten selbstständige Frauen klar häufiger (63 Prozent) als selbstständige Männer (47 Prozent) starke Einkommensverluste.

Das ist einer von vielen Befunden zu den sozialen Folgen der Corona-Krise. In dieser Ausgabe des »Parlamentsreports« stellen wir einige Studienergebnisse vor. Wobei gilt: Die Analyse der Wirklichkeit ist immer auch ein Auftrag für Veränderung. Die hohen Belastungen vieler Haushalte mit steigenden Mieten zum Beispiel ist eine der drängendsten sozialen Fragen dieser Zeit. Vor allem Familien mit niedrigen Einkommen führt die Mietenkrise in den deutschen Großstädten »in eine extrem prekäre wirtschaftliche Lage«. Das ist das Ergebnis einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Demnach bleibt 12,9 Prozent aller Mieterhaushalte weniger als das im Sozialrecht festgelegte Existenzminimum übrig, nachdem sie Miete und Nebenkosten bezahlt haben. In diesen Haushalten leben über 2 Millionen Menschen.

Wie es anders gehen kann? Zum Beispiel mit Genossenschaften, wie eine Broschüre der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt. »Die unterschiedlichen Formen von Wohnungsgenossenschaften zeigen, dass sie einerseits die gesellschaftlichen Verhältnisse widerspiegeln, andererseits aber auch Möglichkeiten bieten, diese Verhältnisse mitzugestalten«, heißt es in der Broschüre. Und: »Ohne Genossenschaften wird die Transformation des Immobilien- und Wohnsektors auf halber Strecke steckenbleiben.«