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Gelebte Transformation: Wie Betriebe eine nachhaltiges und soziales Thüringen voranbringen

Wenn es um die sozial-ökologischen Transformation der Thüringer Wirtschaft geht, macht sich der Arbeitskreis Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft der Linksfraktion im Landtag stark für mehr Nachhaltigkeit und eine sozialere Wirtschaftsentwicklung. Beispielsweise wurde in den letzten Haushaltverhandlungen ein Thüringer Transformationsfond für die Automotive-Industrie verankert. „Konkret wollen wir die Demokratisierung der Wirtschaft durch alternative Unternehmensformen und mehr Beteiligung von Beschäftigten in den Betrieben umsetzen“, sagt Christian Schaft, Mitglied im Wirtschaftsarbeitskreis. Im Sommer 2020 war das Strategiepapier „Wirtschaften nach Corona“ in der Fraktion beschlossen worden. Anknüpfend daran gibt es bereits konkrete Projekte, Vereine, Unternehmen und Institutionen, die durch ihr Selbstverständnis, ihre Ideen und den gelebten Arbeitsalltag die sozial-ökologische Transformation in Thüringen mit Leben füllen. Diese wollen wir gezielt durch die neue Fördermittelperiode unterstützen. Bei der Firma Papacks in Arnstadt entsteht die Revolution der nachhaltigen Verpackungsmittelproduktion. Der Arbeitskreis Wirtschaft hat sich im Juli 2021 das Werk angeschaut und konnte sich von den innovativen Ideen überzeugen. Aus Pflanzenfasern wie Hanf, Algen, Zuckerrüben oder bestimmten Süßgräsern sowie Abfällen aus der Papierherstellung entstehen hier 100 Prozent recyclebare und kompostierbare Verpackungen, mit denen sich der ökologische Fußabdruck auf Dauer dramatisch senken lässt. Durch eine neue und bislang einmalige ökologische Beschichtungstechnologie sind diese Materialien sogar für Lebensmittel und Flüssigkeiten geeignet.


„Diese Ideen sind innovativ und geeignet den Thüringer Wirtschaftsstandort weit nach vorne zu bringen“, ist Andreas Schubert überzeugt. Auch die Produktionsketten sind genau durchdacht und auf geringstmögliche Verschwendung ausgelegt. Christian Schaft ergänzt: „Ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen, das ist der Geist den wir brauchen, wenn wir das Land Thüringen sozial und ökologisch gestalten wollen.“


Auch im Süden Thüringens hat der Wirtschaftsarbeitskreis ein Unternehmen besucht, das sozial und ökologisch wirtschaften will. Mit knapp 1.650 Hektar Gesamtbetriebsfläche unter anderem im Ort Vachdorf gehört das Ökozentrum Werratal mit zu den größten und bekanntesten Biobetrieben Deutschlands. Ziel des Betriebs ist es im wirtschaftlich benachteiligtem Naturraum standortgerecht zu produzieren, nachhaltig und naturnah zu wirtschaften, geschlossene Produktionskreisläufe zu entwickeln, artgerechte Tierhaltung umzusetzen, die gebietstypische Kulturlandschaft zu erhalten und vor allem eine höhere Wertschöpfung in ländlichen Region zu realisieren.


„Am Herzen liegt uns auch die regionale Kreislaufwirtschaft. Durch eine Verringerung der Distanzen zwischen Erzeuger:innen und Verbraucher:innen gewinnen nahezu alle Wirtschaftsbereiche. Die Regionalisierung ist ein Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit“, ist sich Andreas Schubert, wirtschaftspolitischer Sprecher, der LINKEN Landtagsfraktion sicher. Katharina Wischmeyer