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Der Anfang ist gemacht - „Thüringen. Überall gleich gut“ ist in Greiz gestartet

Die mehr als zwei Millionen Thüringerinnen und Thüringer leben in 631 Städten und Gemeinden. Die Entscheidung über die Wahl des Lebensortes wird dabei von vielen Faktoren bestimmt, die zusammen über die Lebensqualität entscheiden. Der Zugang zu Arbeit, Bildung und gesundheitlicher Versorgung sind dabei ebenso entscheidend wie Mobilität, Wohnraum, kulturelle und soziale Angebote sowie Erholungsmöglichkeiten. Politisches Ziel der Fraktion DIE LINKE ist es, für Lebensverhältnisse in Thüringen zu sorgen, dass Menschen frei von ökonomischen oder strukturellen Zwängen über ihren Lebensort und den ihrer Kinder entsprechend ihren persönlichen Vorstellungen entscheiden können. Für den ländlichen Raum bedeutet dies, Nachteile und Hürden abzubauen, die im ländlichen Raum lebenden Menschen eine gleichwertige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren oder verhindern. In den kommenden Monaten und Jahren wird die Fraktion DIE LINKE an verschiedenen Orten Thüringens Fraktionssitzungen zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen durchführen und sich dem Thema der gleichwertigen Lebensverhältnisse in Thüringen verstärkt widmen.

Gemeinsam mit Fachverbänden, Kommunalpolitiker:innen, Initiativen und den Menschen vor Ort werden wir die konkreten, an den Lebensrealitäten der Menschen in Thüringen anknüpfenden, Fragestellungen diskutieren und konkrete Konzepte für eine Politik zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Thüringen entwickeln. „Thüringen. Überall gleich gut.“ - nicht weniger ist Ziel unserer politischen Arbeit.
Zur Auftaktveranstaltung in Greiz fanden nach einer auswärtigen Fraktionssitzung im Schlossberghotel, zwei Fachvorträge und eine Diskussionsrunde mit geladenen Gästen statt. Dr. Andreas Kallert, Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, referierte zum Konzept gleichwertiger Lebensverhältnisse. „Es gibt Studien, die zeigen, dass der Abstand zwischen den Lebensverhältnissen in der Peripherie und zentralen Orten anwächst“, konstatiert Kallert. Es brauche mehr demokratische Teilhabe der Bevölkerung, um die Bedürfnisse anzupassen.“ Den zweiten Vortrag hielt Prof. Dr. Barbara Schönig, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, zu Faktoren und Handlungsebenen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse. „Es ist eine Frage der Lebensgerechtigkeit. Menschen fühlen sich von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen“, so Schönig. Man spreche oft von Defiziten im ländlichen Raum. Thüringen besteht aber zu 90 Prozent aus dem, was man als „ländlichen Raum“ definiert und auch hier sind kleinere Städte angesiedelt. „Es gibt eine einzigartige räumliche Struktur, deshalb müssen Stadt und Land mehr differenziert werden“, ist die Staatssekretärin der Ansicht. Nach den aufschlussreichen Beiträgen der beiden Referent:innen schloss sich die Diskussionsrunde an. Diese fand im „Fishbowl (Goldfisch-Glas)-Format“ statt, in dem eine kleine Gruppe von Teilnehmenden im Innenkreis das Thema diskutiert und weitere Teilnehmende aus dem Außenkreis zur Diskussion beitragen können, indem sie sich der Diskussion auf einem „Gast-Stuhl“ anschließen. Im Anschluss an die Veranstaltung luden die Abgeordneten der Fraktion zu einer offenen Bürgersprechstunde auf den Kirchplatz in Greiz ein, was den Tag zu einer runden Auftaktveranstaltung machte.

Wir freuen uns über kommende Veranstaltungen, in denen wir näher auf spezifische Themenfelder eingehen werden. Erste Schwerpunkte werdendabei die Situation und Infrastruktur von Pflegeeinrichtungen sowie die Arbeitsbedingungen für das Personal sein. Die Termine zu den Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Videos aus Greiz finden Sie unter der Kampagnen-Website: www.gleichgut.de
Hier die gesamte Ausgabe zum kostenlosen Download