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Patrick Beier

Kritik am Umgang mit afghanischen Ortskräften

Nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan bleiben viele afghanische Ortskräfte zurück. Dazu erklärt Patrick Beier, migrationspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Es kann nicht sein, dass diejenigen, die der Bundeswehr bspw. als Dolmetscher oder Koch teilweise über Jahre zur Seite standen, jetzt das Nachsehen haben und der Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt bleiben.“

„Die Ablehnung der Übernahme der Flugkosten seitens des Bundesinnenministeriums mit der zynischen Argumentation, man hätte zwar Visa verteilt, aber die Flugkosten müsse man schon selbst aufbringen, ist absolut nicht hinnehmbar“, rügt der Linken-Abgeordnete auch hinsichtlich der konkreten Lebensgefahr für die in Afghanistan verbliebenen Ortskräfte.

„Ich fordere die Bundesregierung und insbesondere den Bundesinnenminister zum Handeln auf. Flugkosten müssen für alle Ortskräfte übernommen werden. Auch bei der Ausstellung eines Visums darf es schon allein deshalb keine Unterschiede zwischen Ortskräften der Bundeswehr und denjenigen, die zum Auswärtigen Amt oder zum Entwicklungsministerium gehören, geben, da sich die Taliban um solche Feinheiten nicht scheren. Aus deren Sicht sind Militär und Entwicklung nur zwei Komponenten eines größeren Ganzen. Im Übrigen gilt: Hilfeleistung ist Hilfeleistung. Wer Flugzeuge in Bewegung setzt, damit die Bundeswehr rund 22.000 Liter Bier, Wein und Sekt ausfliegen kann, der kann auch diejenigen, die der Bundeswehr helfend zur Seite standen, mit dem Flugzeug nach Deutschland holen. Ich wüsste keinen plausiblen Grund, warum man das eine tun und das andere unterlassen sollte“, so Beier.

 


Pressesprecherin

Diana Glöckner

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