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#25 - Unsere Verantwortung

Liebe*r Leser*in,

heute vor einem Jahr demonstrierten in Erfurt Tausende, um ein gemeinsames Zeichen gegen Rechts zu setzen - nur wenige Tage nach dem Tabubruch von Erfurt. Ein Jahr später denke ich immer noch vor allem an die vielen Tausenden, die auf der Straße Haltung gezeigt und antifaschistische Werte hochgehalten haben. Es war vor allem die Zivilgesellschaft in Thüringen und der ganzen Bundesrepublik, die gegen den parlamentarischen Rechtsruck engagiert aufstanden und so den notwendigen gesellschaftlichen Druck machten, diese fatale Komplizenschaft zu korrigieren. Die Verteidigung der Demokratie vor ihren Feinden bleibt heute und in Zukunft das Fundament, auf dem eine freie, soziale und gerechte Gesellschaft entwickelt werden kann. Und das ist vor allem eine Frage der Haltung. Haltung, die wir täglich zeigen müssen.

Ich vergesse dabei auch nicht, dass es der Mut und das Engagement der Zivilgesellschaft waren, dass wir unseren Thüringer Weg linker Veränderung fortsetzen können. Wie du weißt, kandidieren Janine Wissler und ich für den Bundesvorsitz der LINKEN. Gerade ist in der »Taz« ein gemeinsamen Interview von uns beiden erschienen, ich habe darin noch einmal kurz mein Verständnis dieses besonderen Weges skizziert: »Morgens stehen wir bei Siemens am Betriebstor, am Vormittag blockieren wir die AfD bei ihrer Demo, am Mittag verhandeln wir mit dem Koalitionspartner über Gesetze. Wenn sich auf Bundesebene mehr positives Denken durchsetzen würde, wäre das viel wert. Verantwortung zu übernehmen ist kein Widerspruch dazu, aktiv in Bewegungen zu sein und uns als verlängerten Arm zu betrachten.«

Apropos Verantwortung. Wir bestehen als Linke darauf, dass sich Dinge politisch auch schon jetzt praktisch ändern, weil wir sehen und spüren, wo es ihm an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt.  Und unserer linker Veränderungswille drückt sich auch nicht davor, die strukturellen Gründe für Ungerechtigkeit, Umweltverschmutzung, globale Ungleichheit anzugehen.

Unser Blick als Linke auf die Welt ist aber nicht nur einer, der aus Theorien und Analysen schöpft. Sondern es ist auch ein Blick des Herzens. Solidarität ist ja keine kalte Überlegung, sondern ein Ausdruck unserer menschlichen Beziehungen: es einfach nicht dulden zu können, dass Ungerechtigkeit herrscht, dass andere ohne Geborgenheit sind. Wir spüren geradezu körperlich an uns selbst die Enge, wo anderen der Raum zur Entfaltung, die Gelegenheit zur Teilhabe, die Chance zur Selbstverwirklichung genommen wird. Unsere Verantwortung besteht also auch darin, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können. Ich habe diese Gedanken in einem Gastbeitrag für Zeit online einmal ausformuliert. Hier kannst Du ihn lesen.
 

Viel Spaß beim Lesen.
Und bleib vor allem gesund.

Deine Susanne


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Pressesprecherin

Diana Glöckner

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