Trauer um Raymond Renaud
Katja Maurer und Ralf Plötner, Landesvorsitzende Die Linke Thüringen, und Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Thüringer Landtag, trauern um den Buchenwald-Überlebenden Raymond Renaud. Sie erklären: „Mit Raymond Renaud verlieren wir eine beeindruckende Persönlichkeit. Sein Beitrag zur Erinnerungskultur hier in Thüringen wird noch lange fortbestehen. Durch sein Engagement mit Jugendlichen und seine Zeitzeugenarbeit war Renaud wichtiger Bestandteil des Erinnerns. Unser tiefempfundenes Mitgefühl gehört seiner Familie und den ihm Nahestehenden.“
Die Vorsitzenden von Partei und Fraktion der Linken erklären weiter: „Trotz seines hohen Alters war Raymond Renaud unermüdlich, um als Überlebender der Barbarei des Nationalsozialismus mit jungen Menschen immer wieder in das Gespräch zu gehen. Mit seiner lebensbejahenden Einstellung und klaren wie einfühlenden Worten und Haltung, hat er es geschafft, vielen Menschen und insbesondere den kommenden Generationen Mut zu machen. Mut, um sich für Menschlichkeit, Demokratie und ein solidarisches Miteinander einzusetzen. Dafür danken wir ihm von ganzem Herzen.“
Renauds Tod mahnt, dass der Zeitraum, indem noch Zeitzeugen selbst von den Verbrechen des NS-Regimes berichten können, immer kürzer wird. Die drei Politiker*innen betonen, dass es politische und gesellschaftliche Verantwortung ist, ein lebendiges Erinnern und Gedenken zu erhalten. „Institutionen, Vereine und Initiativen, die sich mit Ihrer Arbeit dem historischen Auftrag annehmen, dass ‚Nie wieder‘ mehr als eine leere Worthülse ist, brauchen unser aller Unterstützung“, so die drei Linken-Politiker*innen.

