<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
        <channel>
            <title>Die Linke Fraktion im Thüringer Landtag: RSS-Feed</title>
            <link>https://www.die-linke-thl.de/</link>
            <description></description>
            <language>de</language>
            <copyright>Die Linke Fraktion im Thüringer Landtag</copyright>
            
            <pubDate>Thu, 15 Oct 2026 20:48:37 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Thu, 15 Oct 2026 20:48:37 +0200</lastBuildDate>
            
            <atom:link href="https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/ressorts/migration-justiz-demokratie-verfassung/detail/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <generator>TYPO3 News</generator>
            
            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-78902</guid>
                <pubDate>Fri, 09 Oct 2026 10:34:02 +0200</pubDate>
                <title>Erinnern heißt Konsequenzen ziehen</title>
                <link>https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/ressorts/migration-justiz-demokratie-verfassung/detail/news/erinnern-heisst-konsequenzen-ziehen/</link>
                <author>Katja Mitteldorf</author>
                <description>Am 9. Oktober 2019, an Jom Kippur, versuchte ein extrem rechter Attentäter, in die Synagoge in Halle einzudringen und die dort versammelten Menschen zu ermorden. Nachdem ihm dies nicht gelang, ermordete er zwei Personen und verletzte weitere. Katja Mitteldorf, parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke und Sprecherin für Religion und Aufarbeitung im Thüringer Landtag, erklärt: „Heute erinnern wir an Jana L. und Kevin S., an die Menschen in der Synagoge und an alle Überlebenden und Betroffenen dieses rechtsterroristischen Anschlags. Dass der Täter ausgerechnet an Jom Kippur eine Synagoge angriff, macht deutlich: Ziel war jüdisches Leben und die freie Ausübung jüdischer Religion. Beides zu schützen und zugleich dafür einzutreten, dass Jüdinnen und Juden ihren Glauben sichtbar und selbstverständlich leben können, ist eine dauerhafte gesellschaftliche und staatliche Aufgabe.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 9. Oktober 2019, an Jom Kippur, versuchte ein extrem rechter Attentäter, in die Synagoge in Halle einzudringen und die dort versammelten Menschen zu ermorden. Nachdem ihm dies nicht gelang, ermordete er zwei Personen und verletzte weitere. Katja Mitteldorf, parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke und Sprecherin für Religion und Aufarbeitung im Thüringer Landtag, erklärt: „Heute erinnern wir an Jana L. und Kevin S., an die Menschen in der Synagoge und an alle Überlebenden und Betroffenen dieses rechtsterroristischen Anschlags. Dass der Täter ausgerechnet an Jom Kippur eine Synagoge angriff, macht deutlich: Ziel war jüdisches Leben und die freie Ausübung jüdischer Religion. Beides zu schützen und zugleich dafür einzutreten, dass Jüdinnen und Juden ihren Glauben sichtbar und selbstverständlich leben können, ist eine dauerhafte gesellschaftliche und staatliche Aufgabe.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Halle hat auf mörderische Weise gezeigt, was geschehen kann, wenn antisemitische Verschwörungserzählungen, Rassismus und Frauenhass auf eine rechtsextreme Ideologie treffen und sich Menschen in digitalen Räumen weiter radikalisieren. Rechter Terror beginnt nicht mit dem ersten Schuss, sondern dort, wo Menschen zu Feindbildern erklärt, Gewaltfantasien normalisiert und menschenfeindliche Ideologien unwidersprochen verbreitet werden. Gerade deshalb dürfen wir solche Radikalisierungsprozesse nicht als vermeintlich harmlose Provokationen abtun. Die Erfahrungen von Halle, Hanau und dem NSU verpflichten auch Thüringen dazu, rechte Netzwerke und Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und konsequent zu unterbrechen.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Katja Mitteldorf</category><category>Gesellschaft-Demokratie</category><category>Presse</category>
                <enclosure url="https://www.die-linke-thl.de/fileadmin/_processed_/a/c/csm_sp-7jahre-halle-erinnern-konsequenzen-ziehen_11baf3fef1.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-78890</guid>
                <pubDate>Thu, 08 Oct 2026 14:31:01 +0200</pubDate>
                <title>Gefangenenvergütung: Arbeitsbedingungen der Gefangenen werden verbessert</title>
                <link>https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/ressorts/migration-justiz-demokratie-verfassung/detail/news/gefangenenverguetung-beschaeftigte-gefangene-werden-entlastet/</link>
                <author>Ulrike Grosse-Röthig</author>
                <description>„Nachdem das Bundesverfassungsgericht der Landesregierung den Auftrag gegeben hat, ist es nun endlich gelungen, die Vergütung von Gefangenen für Arbeit in einer Vollzugsanstalt verfassungsgemäß zu gestalten. Für uns als Die Linke liegt aber das Hauptaugenmerk des Gesetzesentwurfs darauf, die Resozialisierung zu stärken. Zukünftig werden Gefangene ein Recht auf Bildung haben. Das ist ein Meilenstein. Statt auf eine Pflicht zur Arbeit setzen wir als Die Linke auf das Recht auf Arbeit als wichtigen Punkt für ein gelingendes Leben nach dem ‚Knast‘. Dafür Mehrheiten im parlamentarischen Raum zu finden, werden wir weiterhin versuchen.“</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ulrike Grosse-Röthig, justizpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zum Vorhaben der Landesregierung die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts bei der Gefangenenvergütung umzusetzen:&nbsp;</strong></p>
<p>„Nachdem das Bundesverfassungsgericht der Landesregierung den Auftrag gegeben hat, ist es nun endlich gelungen, die Vergütung von Gefangenen für Arbeit in einer Vollzugsanstalt verfassungsgemäß zu gestalten. Für uns als Die Linke liegt aber das Hauptaugenmerk des Gesetzesentwurfs darauf, die Resozialisierung zu stärken. Zukünftig werden Gefangene ein Recht auf Bildung haben. Das ist ein Meilenstein. Statt auf eine Pflicht zur Arbeit setzen wir als Die Linke auf das Recht auf Arbeit als wichtigen Punkt für ein gelingendes Leben nach dem ‚Knast‘. Dafür Mehrheiten im parlamentarischen Raum zu finden, werden wir weiterhin versuchen.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Ulrike Grosse-Röthig</category><category>Justiz</category><category>Plenum</category><category>Presse</category>
                <enclosure url="https://www.die-linke-thl.de/fileadmin/_processed_/3/7/csm_2026-10-07-ugr_33172d2001.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-78886</guid>
                <pubDate>Thu, 08 Oct 2026 11:00:17 +0200</pubDate>
                <title>Regierungserklärung: Wer den Rechtsstaat liebt, muss ihm auch vertrauen</title>
                <link>https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/ressorts/migration-justiz-demokratie-verfassung/detail/news/regierungserklaerung-wer-den-rechtsstaat-liebt-muss-ihm-auch-vertrauen/</link>
                <author>Ulrike Grosse-Röthig</author>
                <description>Ulrike Grosse-Röthig, justizpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zur heute abgegebenen Regierungserklärung über den Rechtsstaat von Ministerin Meißner: „Das Ministerium legt falsche Akzente. Ein starker Rechtsstaat braucht keine starke Hand. Er braucht starke Institutionen. Wenn Menschen keinen Anwalt oder keine Anwältin mehr finden, die sich ihrer Sache annehmen und deshalb ihr Recht schlechter durchsetzen können als andere, dann ist das ein Problem. Darauf nur mit Verschärfungen des Rechts zu reagieren, ist der falsche Weg.“</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ulrike Grosse-Röthig, justizpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zur heute abgegebenen Regierungserklärung über den Rechtsstaat von Ministerin Meißner: „Das Ministerium legt falsche Akzente. Ein starker Rechtsstaat braucht keine starke Hand. Er braucht starke Institutionen. Wenn Menschen keinen Anwalt oder keine Anwältin mehr finden, die sich ihrer Sache annehmen und deshalb ihr Recht schlechter durchsetzen können als andere, dann ist das ein Problem. Darauf nur mit Verschärfungen des Rechts zu reagieren, ist der falsche Weg.“</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Abgeordnete betont, dass es der Frage der Funktionalität des Rechtsstaates nicht ausschließlich um Härte des Staates gehe, sondern ob Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzug funktionierten: „Das Recht gilt für alle, egal, ob arm, unbequem, Minderheit oder zugezogen. Die Funktionalität entscheidet sich nicht zuletzt am Recht selbst, sondern daran, ob die Institutionen gut funktionieren.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Darüber hinaus betont sie, dass es an der Zeit sei, die Instrumente der Verfassung zu nutzen, um die demokratischen Institutionen vor einem Umbau zu schützen, der bei den Grundfesten ansetze. Sie hebt deshalb hervor, dass sie nicht verstehe, wenn gezögert wird, ein Prüfverfahren für ein AfD-Verbot einzuleiten, weil man es vom Ergebnis abhängig macht.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                <category>Ulrike Grosse-Röthig</category><category>Justiz</category><category>Plenum</category><category>Presse</category>
                <enclosure url="https://www.die-linke-thl.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_2026-10-08-ugr_020f180de5.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-78872</guid>
                <pubDate>Wed, 07 Oct 2026 10:16:53 +0200</pubDate>
                <title>Antrag zur Auflösung des Landtags: Die AfD bringt Menschen dazu, das Land zu verlassen</title>
                <link>https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/ressorts/migration-justiz-demokratie-verfassung/detail/news/antrag-zur-aufloesung-des-landtags-die-afd-bringt-menschen-dazu-das-land-zu-verlassen/</link>
                <author>Christian Schaft</author>
                <description>„Wir erleben heute den vierten Akt eines politischen Schmierentheaters. Wenn es nach der AfD-Fraktion ginge, würde hier in Thüringen solange gewählt, bis ihnen das Ergebnis passt. Die AfD meint in ihrem fanatischen Größenwahn, eine Mehrheit zu vertreten. Sie will sich den Staat zu ihrer Beute machen und nach ihrem Willen umbauen. Wer dazu noch Beweise brauchte, hat es dieser Tage wieder in Sachsen-Anhalt gesehen. Die AfD will an die Macht kommen, um ohne eigene Mehrheit, der Mehrheit der Menschen im Land ihren Willen aufzudrücken. Und auch in diesem Sinne zwingen sie dem Thüringer Landtag immer wieder neue Debatten auf, die nur zu einem führen: Selbstbeschäftigung. Wir werden diese Show nicht mitmachen und mit Nein-Stimmen.“</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christian Schaft, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zum Sonderplenum zur möglichen Auflösung des Thüringer Landtages:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Wir erleben heute den vierten Akt eines politischen Schmierentheaters. Wenn es nach der AfD-Fraktion ginge, würde hier in Thüringen solange gewählt, bis ihnen das Ergebnis passt. Die AfD meint in ihrem fanatischen Größenwahn, eine Mehrheit zu vertreten. Sie will sich den Staat zu ihrer Beute machen und nach ihrem Willen umbauen. Wer dazu noch Beweise brauchte, hat es dieser Tage wieder in Sachsen-Anhalt gesehen. Die AfD will an die Macht kommen, um ohne eigene Mehrheit, der Mehrheit der Menschen im Land ihren Willen aufzudrücken. Und auch in diesem Sinne zwingen sie dem Thüringer Landtag immer wieder neue Debatten auf, die nur zu einem führen: Selbstbeschäftigung. Wir werden diese Show nicht mitmachen und mit ‘Nein’ stimmen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Abgeordnete macht deutlich, dass sich die schwierigen Mehrheitsverhältnisse nicht einfach durch Neuwahlen auflösen würden. Die Abgeordneten und Parteien seien für fünf Jahre gewählt, um die drängenden Probleme zu lösen und nicht dafür den eigenen Vorteil zu suchen oder sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das Problem in Thüringen sei nicht Zuwanderung, sondern Abwanderung: „Thüringen hat kein Zuwanderungsproblem, Thüringen hat ein Abwanderungsproblem. Was wir brauchen ist eine Lösung für die Probleme, die entstehen, wenn die Bevölkerung schrumpft. Die AfD hat keine Lösungen dafür, im Gegenteil: Die AfD bringt Menschen dazu, das Land zu verlassen. Die AfD vertreibt diejenigen, die den Laden am Laufen halten, in Sachsen-Anhalt sitzen die Leute gefühlt bereits auf gepackten Koffern.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Christian Schaft</category><category>Antifaschismus</category><category>Gesellschaft-Demokratie</category><category>Plenum</category><category>Presse</category>
                <enclosure url="https://www.die-linke-thl.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_sp-keine-gemeinsame-sache-mit-afd-slides06_01_08b0b348a9.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-78869</guid>
                <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 10:08:48 +0200</pubDate>
                <title>Konstituierung des Landtages in Sachsen-Anhalt: AfD versucht, Staat umzubauen</title>
                <link>https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/ressorts/migration-justiz-demokratie-verfassung/detail/news/konstituierung-des-landtages-in-sachsen-anhalt-afd-versucht-staat-umzubauen/</link>
                <author>Christian Schaft</author>
                <description>Christian Schaft, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zur heutigen Konstituierung des Landtages in Sachsen-Anhalt: „Die AfD hat keine Mehrheit im Parlament, versucht aber dennoch schon jetzt, Macht zu missbrauchen. Durch die Einteilung der Ausschusszuschnitte zu ihren Gunsten, aber auch durch den Versuch, im Präsidium des Landtages gleich zweimal vertreten zu sein, zeigt diese Partei einmal mehr, dass sie bereit ist – egal wie absurd – ihren Minderheitswillen einer Mehrheit aufzuzwingen.“</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christian Schaft, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zur heutigen Konstituierung des Landtages in Sachsen-Anhalt: „Die AfD hat keine Mehrheit im Parlament, versucht aber dennoch schon jetzt, Macht zu missbrauchen. Durch die Einteilung der Ausschusszuschnitte zu ihren Gunsten, aber auch durch den Versuch, im Präsidium des Landtages gleich zweimal vertreten zu sein, zeigt diese Partei einmal mehr, dass sie bereit ist – egal wie absurd – ihren Minderheitswillen einer Mehrheit aufzuzwingen.“</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders fassungslos mache den Abgeordneten, dass Teile der demokratischen Parteien mit einer sträflichen Gleichgültigkeit zur Normalisierung beitrügen. Vor allem das BSW mache sich zum Steigbügelhalter für die AfD und entlarve den eigenen Gründungskonsens als Lüge. Unverständlich findet Schaft, dass mit der Einleitung eines Prüfverfahrens für ein AfD-Verbot so lange gewartet wurde: „Ein Prüfverfahren für ein mögliches AfD-Verbot ist längst überfällig. Sachsen-Anhalt liefert weitere Belege dafür, wie notwendig es ist, die zur Verfügung stehenden Instrumente zur Verteidigung unserer Grund- und Freiheitsrechte anzuwenden. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes würden sich im Grab umdrehen, sähen sie, wie zögerlich in dieser Sache vorgegangen wird.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><i><strong>Nachtrag:</strong> Bei der geheimen Wahl zum Landtagspräsidenten am 06.10.2026 erhielt der AfD-Kandidat Tobias Rausch mit 48 Stimmen insgesamt neun Stimmen mehr, als die AfD selbst Abgeordnete im Landtag stellt. Fünf Stimmen kamen mutmaßlich aus dem BSW, das zuvor angekündigt hatte, Rausch zu unterstützen. Damit müssen mindestens vier weitere Stimmen aus anderen Fraktionen gekommen sein. Fünf weitere Abgeordnete hatten sich bei der Wahl enthalten.</i></p>]]></content:encoded>
                <category>Christian Schaft</category><category>Antifaschismus</category><category>Gesellschaft-Demokratie</category><category>Presse</category>
                <enclosure url="https://www.die-linke-thl.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_sp-cs-bsw-steigbuegelhalter-sachsenanhalt-web02_f5c1cb6441.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-78856</guid>
                <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 11:03:34 +0200</pubDate>
                <title>Anhörung zum AfD-Verbotsverfahren: Historische Debatte reicht weit über Thüringen hinaus</title>
                <link>https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/ressorts/migration-justiz-demokratie-verfassung/detail/news/anhoerung-zum-afd-verbotsverfahren-historische-debatte-reicht-weit-ueber-thueringen-hinaus/</link>
                <author>Katharina König-Preuss</author>
                <description>Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, zieht nach der gestrigen öffentlichen Anhörung zum Antrag auf Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens Bilanz: „Die Anhörung war wichtig und zugleich historisch, weil die Frage eines AfD-Verbots endlich nicht nur abstrakt diskutiert wurde, sondern unterschiedliche verfassungsrechtliche Bewertungen, Tatsachengrundlagen und Gegenargumente öffentlich auf den Tisch kamen.“</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, zieht nach der gestrigen öffentlichen Anhörung zum Antrag auf Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens Bilanz:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Die Anhörung war wichtig und zugleich historisch, weil die Frage eines AfD-Verbots endlich nicht nur abstrakt diskutiert wurde, sondern unterschiedliche verfassungsrechtliche Bewertungen, Tatsachengrundlagen und Gegenargumente öffentlich auf den Tisch kamen. Mehrere Sachverständige haben umfangreich dargelegt, warum sie die Voraussetzungen für ein Verbotsverfahren beziehungsweise eine entsprechende Prüfung durch das Bundesverfassungsgericht als gegeben ansehen. Die große mediale Aufmerksamkeit und die Rückmeldungen weit über Thüringen hinaus zeigen zugleich, dass diese Debatte bundespolitische Bedeutung hat. Danke an die Sachverständigen der demokratischen Fraktionen, die mit umfassendem Wissen, juristischer Expertise und klaren Argumenten zu diesem historischen Moment beigetragen haben und sowohl Bedenken ausräumen als auch Belege liefern konnten. Gerade die Unterschiedlichkeit der Positionen hat die Debatte so wertvoll gemacht.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>König-Preuss verweist darauf, dass die einzigen drei Anzuhörenden der mündlichen Beratung, die sich gegen die Einleitung eines Verbotsverfahrens aussprachen, nicht als unabhängige Sachverständige zu betrachten sind. „Bei allen drei Sachverständigen der AfD stellt sich die Frage nach einem bestehenden Abhängigkeitsverhältnis zur AfD. Der eine war als Anwalt für Höcke tätig, der andere als Anwalt für die AfD. Dieser führte gar am Tag der Anhörung selber eine gemeinsame Pressekonferenz mit der AfD-Fraktion durch. Laut Presseberichten soll der dritte wiederum als Innenminister einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt im Gespräch sein. Dieser räumte ein, sich kurz vor Anhörungsbeginn mit Höcke gemeinsam zum Mittagessen getroffen zu haben. Das alles stellt grundsätzlich die Expertise der AfD-Anzuhörenden in Frage. Für alle erkennbar wurde es jedoch bei der Anhörung selbst, als sich die beiden zuletzt Gehörten als Experten disqualifizierten.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Abgeordnete kommt insgesamt aber zu einem positiven Fazit: „Entscheidend bleibt für uns das Gesamtbild der Anhörung. Einerseits wurden umfassend tatsächliche und verfassungsrechtliche Argumente für ein Verfahren vorgelegt. Andererseits wurden Einwände benannt, mit denen sich Politik und Öffentlichkeit auseinandersetzen müssen. Genau dafür haben wir diese Anhörung auf den Weg gebracht: Damit vorhandene Erkenntnisse geprüft, Gegenargumente gehört und die offenen verfassungsrechtlichen Fragen nicht politisch wegmoderiert, sondern dort geklärt werden können, wo die Verfassung diese Entscheidung verortet. Dies ist das Bundesverfassungsgericht.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Katharina König-Preuss</category><category>Antifaschismus</category><category>Gesellschaft-Demokratie</category><category>Presse</category>
                <enclosure url="https://www.die-linke-thl.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_sp-anhoerung-afd-verbot-jetzt-09-kkp_7ebd674752.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


        </channel>
    </rss>


